Erstellt am 15. Juni 2011, 00:00

Arbeit der Feuerwehr für Kinder aufbereitet. EIGENINITIATIVE / Roland Poschs Broschüre „Kindergartenkinder und die Feuerwehr“ soll die Hemmschwelle der Kinder abbauen.

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„Es muss nicht immer erst etwas passieren, damit etwas passiert“, lautete Roland Poschs Prämisse und Motivation, eine kindgerechte Broschüre zur Arbeit der Feuerwehr zu verfassen. Dabei war es für ihn vorrangig wichtig, Kindergartenkinder auf eventuelle Notfälle vorzubereiten und ihnen auch die Angst zu nehmen – denn ein Feuerwehrmann in Atemschutzkleidung kann auf Kinder durchaus bedrohlich wirken. „Ich möchte diese Hemmschwelle damit abbauen und eigentlich nur mein geringes Wissen weitergeben“, gibt sich der Bad Sauerbrunner Kommandantstellvertreter bescheiden.

„Kindergartenkinder und  die Feuerwehr“

Wie auch Feuerwehrreferent Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl so treffend formulierte: „Die Broschüre ‚Kindergartenkinder und die Feuerwehr‘ betritt pädagogisches Neuland. Sie vernetzt Kindergartenkinder und Feuerwehrleute. Ich gratuliere Roland Posch zu diesem Werk.“ Pädagogisches Neuland deshalb, weil es bisher zwar adäquates Informationsmaterial für Schüler, nicht aber für Kindergartenkinder gegeben hat. Deshalb war es Posch auch ein Anliegen, seine Broschüre in kindgerechter Sprache zu formulieren, wozu Lieder oder Malbilder als Vorlage natürlich besonders dienlich sind. Feuerwehr und Kindergartenkinder sollen auf diesem Weg – zusammen mit dem Besuch der Feuerwehren in Kindergärten – „aufeinander zugehen und miteinander kommunizieren“, weshalb die Broschüre an alle Kindergärten und Ortsfeuerwehren verteilt wird.

„Kinder sollen wesentliche Voraussetzungen zu ihrem eigenen Schutz schon in jungen Jahren erlernen. Zur umfassenden Bildung gehört auch das richtige Verhalten im Brandfall“, findet auch Kindergartenreferentin Landesrätin Michaela Resetar lobende Worte. 800 Exemplare der Brandschutzfibel wurden bereits gedruckt – und auch Anfragen aus anderen Bundesländern habe es bereits gegeben. Aber für Posch ist am wichtigsten: „Wenn auch nur ein Kind gerettet wird, so hat sich meine Arbeit schon gelohnt!“

Angst nehmen. Roland Posch (hinten), Feuerwehrreferent Franz Steindl, Kindergartenreferentin Michaela Resetar und Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögel stellten die Broschüre vor.ZVG