Erstellt am 13. Januar 2016, 05:58

von Richard Vogler

Arena-Ausbau wurde nun auf Eis gelegt. Hans Wohlmuth verkauft sein Grundstück nicht. Das Ärztezentrum soll in Büroräume von Abschnitt eins kommen.

 |  NOEN, Richard Vogler

Die Pläne für einen Ausbau des Einkaufszentrums Arena von Betreiber Werner Gruber sind schon länger bekannt. Diese sind nun jedoch auf Eis gelegt, da jenes Grundstück, das dafür in Frage kommt, nicht verkauft wird. „Vor Weihnachten hat es ein Gespräch mit Herrn Gruber, der mein Grundstück kaufen will, gegeben. Er hat mir einen Grundstückstausch angeboten, auf diesen bin ich nicht eingestiegen.

Nur Tauschen geht nicht“, berichtet Grundstücksbesitzer Hans Wohlmuth, um weiter auszuführen: „Er hat gesagt, dass ich mich wieder melden soll, das werden wir auf keinen Fall machen.“ Das Areal, wo Gruber die Erweiterung umsetzen wollte, befindet sich hinter der P2-Disco und dem Billa in Richtung Mattersburg und ist von Wohlmuth an einen Bauern verpachtet. Gruber war aktuell für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Vergangenes Jahr bestätigte er, dass ein Ausbau nur auf dem Areal von Hans Wohlmuth in Frage komme und auf einen positiven Abschluss der Gespräche hoffe.

„Ärztezentrum“ nicht gestorben

Das Projekt „Ärztezentrum in der Arena“ ist hingegen durch den geplatzten Grundstücksdeal nicht gestorben. Wie die BVZ bereits berichtete, plant Gruber unter anderem eine Tagesklinik wie auch einen OP-Bereich. Dieser ist, wie nun durchsickerte, im ersten Abschnitt geplant.

Im hinteren Bereich (dort befindet sich unter anderem der T-Mobile-Shop) gibt es im oberen Stock noch leerstehende Flächen, von denen ein Teil für das medizinische Zentrum vorgesehen sein soll. Die Mattersburger Grünen sprechen sich in einer Presseaussendung gegen das Ärztezentrum aus.

Laut Sonja Sieber soll es „keine weiteren Verlagerungen wichtiger Funktionen einer Innenstadt in die Arena“ geben, um weiters festzuhalten, dass „es nicht sein kann, dass wir in Zukunft für jeden Arztbesuch ein Auto benötigen. Das widerspricht völlig jedem Expertenrat von StadtplanerInnen, die alle Alarmglocken läuten hören, wenn wichtige Infrastruktur einer Stadt weiter auf der Grünen Wiese gebaut wird.“