Erstellt am 02. Oktober 2013, 09:34

Auch im Bezirk: FP kommt an VP heran. Augenhöhe? / Die Freiheitliche Partei holt mit 17,94 Prozent immer mehr zu der zweitstärksten Partei (ÖVP) auf, sie hat 21,63 Prozent.

Augenhöhe? / Das Ergebnis der Nationalratswahlen im Bezirk Mattersburg ist dem Bundesergebnis nicht unähnlich: SPÖ und ÖVP verloren über zwei Prozent, während die FPÖ ein Plus verzeichnet.

Relativ gut abgeschnitten haben die neu angetretenen Parteien: Das Team Stronach erhielt im Bezirk 5,69 Prozent der Wählerstimmen und die Neos einen Zuspruch von 3,15 Prozent. Großer Verlierer im Bezirk ist die BZÖ, die mit 2,25 Prozent ein Minus von 3,13 Prozent verschmerzen muss.

Illedits zeigte sich trotz SP-Verlusten erfreut

Die regierende Partei SPÖ hat mit 40,87 Prozent im Bezirk insgesamt 2,02 Prozent der Wählerstimmen verloren. SPÖ-Chef Christan Illedits, zeigt sich dennoch erfreut.

„Die SPÖ Burgenland ist klar die stimmenstärkste Partei und erzielte bei der Nationalratswahl das beste Ergebnis aller Bundesländer. Dazu hat der Bezirk Mattersburg wesentlich beigetragen: mit 40,9 Prozent erreichten wir den höchsten SPÖ-Bezirkswert“, so der Klubchef.

Er ergänzt weiters: „In Loipersbach, Rohrbach und dem Ortsteil Walbersdorf konnten wir Zuwächse verzeichnen, in Marz liegt die SPÖ um mehr als 11 Prozentpunkte vor der ÖVP. Vier Gemeinden aus dem Bezirk Mattersburg, nämlich Draßburg, Schattendorf, Hirm und Baumgarten, sind unter den Top-Ten-SPÖ-Gemeinden des Landes – das ist ein gutes Bezirksergebnis.“

„Die Arbeit der letzten fünf Jahre überdenken“ 

21,35 Prozent der Wähler im Bezirk Mattertsburg gaben ihre Stimme für die Volkspartei ab. Der Verlust der ÖVP beläuft sich im Bezirk somit auf 2,45 Prozent. Bezirkschef Christian Sagartz: „Beide Regierungsparteien haben ein ungefähr gleich großes Minus erhalten. Dies ist alles andere als ein Vertrauensvorschuss und der Auftrag vom Wähler, die Arbeit der letzten fünf Jahre grundlegend zu überdenken. Ich freue mich über ein tolles Vorzugsstimmenergebnis der drei Kandidaten des Bezirkes und denke diese Vorzugsstimmen, sind die Anerkennung für einen tollen Wahlkampf von Vinzenz Jobst, Julia Wagentristl und Johannes Weghofer.“

Blaue: „Tolles Ergebnis“ trotz „Reorganisationsbedarfs“

Die FPÖ hat mit 17,94 Prozent ein leichtes Plus von 0,15 Prozent der Wählerstimmen. „Ich freu mich sehr, dass der Bezirk so abgeschnitten hat. Wir haben uns ein klein wenig gesteigert. In Anbetracht dessen, das die Landes- und Bezirkspartei einen starken Reorganisationsbedarf hatte, ist das wirklich ein tolles Ergebnis. Ich bin sehr stolz auf alle, die mitgeholfen haben“, so der Freiheitliche Bezirkschef Herbert Schütz.

Die Grünen konnten mit 7,03 Prozent einen Zuwachs von 1,44 Prozent bei den Wählerstimmen erzielen. Sonja Sieber, die Bezirkssprecherin der Grünen: „Für mich ist das bundesweite Ergebnis doch etwas enttäuschend, ich hätte mir mehr erwartet. Das gute Abschneiden der FPÖ hat mich sehr entsetzt. Auf Bezirksebene ist es für mich erfreulich, dass wir nach den Gemeinderatswahlen noch mehr zulegen konnten. Man sieht, Potenzial ist auf jeden Fall da.“