Erstellt am 17. Februar 2016, 07:42

von Christopher Ivanschitz

Aufregung über Facebook-Posting. FP-Ortsvorsitzende Karin Guttmann stand nach ihrer Reaktion auf ein Facebook-Posting unter Beschuss der SPÖ.

Karin Guttmann sah ihren Fehler ein und entschuldigte sich letztendlich für ihr Verhalten.  |  NOEN, zvg

Dass sich in der Flüchtlingsthematik die Geister scheiden wird immer deutlicher – so auch in der Gemeinde Schattendorf. Nun brachte eine Facebook-Aktion der FP-Ortsvorsitzenden Karin Guttmann bei der örtlichen SPÖ das Fass zum Überlaufen.

Facebook-„Like“ als Auslöser

Nachdem Heinz Pinter seinen Standpunkt zu den beherbergten Flüchtlingen im Kunst-Haus deutlich machte und Besitzerin Tone Fink als „selbsternannten Künstler in seinem Müllhaus“ beschimpfte, bekam dessen Posting ein „Like“ von Guttmann – auch Bürgermeister Johann Lotter wurde in diesem Beitrag beschimpft und sinngemäß als Feigling bezeichnet. Der Facebook-Eintrag erhielt ebenso ein Kommentar der FP-Ortsvorsitzenden, in dem sie mit einem großen Daumen nach oben ihre Zustimmung ausdrückte.

Besonders sauer aufgestoßen hat diese Aktion Vizebürgermeister Thomas Hoffmann, der nun das „wahre Gesicht“ von Karin Guttmann und der Freiheitlichen erkannt haben will und die Vorgehensweise als niveaulos abstempelt:

„Was für mich schockierend ist, dass Respekt und Wertschätzung für manche FPÖ-Funktionäre überhaupt keine Rolle spielen. Eine Privatperson wie Tone Fink als selbsternannten Künstler und dessen Atelier als Müllhaus zu bezeichnen ist nicht akzeptabel und einem solchen Kommentar auch noch mit einem „Like“ zuzustimmen, wie es die neue FP-Ortsvorsitzende Karin Guttmann tat, ist natürlich das „Tüpfelchen auf dem I“. Damit steht fest, dass sie es sich wahrlich nicht verdient hat, künftig in der Gemeinde mitzureden“, so Hoffmann im Hinblicklich auf die nächsten Gemeinderatswahlen.

Eines will Schattendorfs Vizebürgermeister jedoch klarstellen: das oben angesprochene „wahre Gesicht der FPÖ“ beziehe sich lediglich auf die Gemeindeangelegenheiten, nicht auf die der Landesebene: „Während die Gangart der FPÖ bei uns im Ort auf jeden Fall fragwürdig ist und schlichtweg geändert werden muss, ist die Arbeit auf Landesebene der Rot-Blauen Koalition ausgezeichnet.“

Landeshauptmann Stellvertreter Johann Tschürtz bekräftigte die Sichtweise der Schattendorfer SPÖ und räumte das Verhalten Guttmanns als Fehler ein. Guttmann selbst hat sich nur kurz nach dem Vorfall ebenfalls per Facebook öffentlich entschuldigt: „Im Nachhinein bereue ich diese Aktion und sehe meinen Fehler natürlich ein“, stellte Schattendorfs FP-Ortsparteiobfrau abschließend klar.