Erstellt am 13. März 2013, 00:00

Aufregung um SMS mit Hitler-Gruß. Junge Freiheitlichen /  Fritz Langberg schrieb in einem Mail von seiner braunen Vergangenheit. Neo-Chef Wassicek: „Kein Ausschlussgrund.“

Von Richard Vogler

BEZIRK / Vergangenes Jahr erhielten mehrere Mitglieder der Freiheitlichen Jugend Burgenland ein Mail von Fritz Langberg, indem von seiner braunen Vergangenheit zu lesen war - bei der Partei ist er jedoch noch immer Mitglied.

Der Mail-Inhalt: „Eine unbekannte Nummer schickte mir eine SMS, die da lautete: ‚habe ein Foto von Fritz Langberg mit Hitlergruß vor Österreichfahne‘. Dass die Sache frei erfunden wäre, kann ich leider nicht mit Sicherheit behaupten ... Der Masterplan war, Aktionen wie diese auf ewig zu verschweigen und in Vergessenheit geraten zu lassen ... Dank Therapie habe ich meinen ‚Dachschaden‘ derzeit wunderbar im Griff.“

Seit kurzem gibt es mit dem Draßburger Werner Wassicek einen geschäftsführenden Obmann bei der Freiheitlichen Jugend Burgenland. „Er war im Landesvorstand bei uns nicht tragbar, wir haben seine Entschuldigung zur Kenntnis genommen“, hält Wassicek fest. Dennoch:

Laut Wassicek – er hat das Mail auch erhalten – wirkt er beratend für die Freiheitliche Jugend jedoch noch mit. Ob man nicht einen Ausschluss aus der Freiheitlichen Jugend in Betracht zieht? „Nein. In der Jugend machen viele andere auch Fehler. Langberg wurde auch nicht rechtskräftig verurteilt.“

Fritz Langberg hält im Gespräch mit der BVZ fest, dass „ich seit einigen Monaten keinen Kontakt mehr zur Partei habe. Lediglich mit einigen Mitgliedern in freundschaftlicher Natur.“