Erstellt am 08. Oktober 2013, 11:00

Aus für Schilift auf der Rosalia. Defizitgeschäft / Die Kinder aus der Region müssen ab dem kommenden Winter aus Kostengründen auf das Schifahren verzichten.

Riki Reismüller. »Die Investitionen hätten sich nicht ausgezahlt«.  |  NOEN
Von Helga Ostermayer

Defizitgeschäft / Nachdem das ehemalige Gasthaus Wutzlhofer an die Unternehmer-Familie Mach aus Hirm verkauft worden war, stellte sich für die Gemeinde die Frage nach dem Verbleib des Schiliftes, der sich auf der angrenzenden Wiese befand.

Nun steht fest: Schon ab der kommenden Wintersaison wird es keinen Schilift-Betrieb mehr auf der Rosalia geben.

Schilift war ein Defizitgeschäft

„Der 200 Meter lange Kinderlift – denn ein richtiger Schlepplift war es ja nicht – war ohnehin nur ein Defizitgeschäft für die Gemeinde“, sagt Bürgermeisterin Riki Reismüller. „Wir bekamen von den Prüfern so viele Auflagen, die zu erfüllen hat sich für uns nicht ausgezahlt. Von der Elektrik und den Sicherheitsvorkehrungen wäre alles auf den neuesten Stand zu bringen gewesen“, begründet die Ortschefin.

„Außerdem hätten auch Erdbewegungen für den Liftbetrieb getätigt werden müssen, mit denen der neue Besitzer nicht einverstanden war“, fährt Riki Reismüller fort. Somit ist es für die Forchtensteiner und die Schifahrer aus den Nachbargemeinden vorbei mit dem Vergnügen im Schnee.

Unzählige Kinder haben hier ihre ersten Erfahrungen auf zwei Brettln gemacht oder Spaß beim Rodeln erlebt. Die Anlage bot Familien seit einigen Jahrzehnten die Möglichkeit, kurzfristig ein paar Stunden auf der Piste zu verbringen. „Früher wurden hier sogar Schikurse abgehalten“, erzählt die Bürgermeisterin.

Kein Gasthaus und kein Geschäft mehr

Es wäre aber nicht damit abgetan gewesen, den Schilift wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist nichts mehr da auf der Rosalia, kein Geschäft und kein Gasthaus. Und ohne Infrastruktur funktioniert weder ein Schi- noch ein Fremdenverkehrsgebiet.