Erstellt am 20. August 2014, 10:16

von Helga Ostermayer

Heuriger Schöll sperrt nach 35 Jahren zu. Mit einem Dämmerschoppen am Sonntagabend schloss die Familie Schöll ihr Heurigenlokal in Rohrbach.

Zum Abschied. Auch die ÖVP stattete dem Heurigen einen Besuch ab. Am Foto: Christl Tasch, Alfred Schöll, Gerti Zachs und Bürgermeister Gerald Hüller.  |  NOEN, Privat

Nachdem in den letzten Jahren immer wieder Gerüchte um die Schließung kursierten, wurde am Sonntag Ernst gemacht: Der beliebte Heurige Schöll in der Marzergasse schloss nach 35 Jahren seine Pforten. Grund: „Wir wollen nicht mehr“, so das knappe Statement der Familie Schöll.

Gäste aus nah und fern kamen zum Schöll 

„Viele Stammgäste waren am letzten Abend bei dem Dämmerschoppen mit dem Musikverein dabei“, erzählt der Rohrbacher FPÖ-Bezirksobmann Herbert Schütz. „Der Traditions-Heurige Schöll war immer sehr gut besucht. Nicht nur die Rohrbacher kamen zum Essen und Trinken und gemütlichen Beisammensein her, sondern auch viele Menschen aus den Nachbarorten waren regelmäßig hier anzutreffen“, weiß er.

35 Jahre lang war der Heurige Schöll ein Saison-Heuriger. „Früher hat er zweimal im Jahr für jeweils drei Wochen aufgesperrt, in den letzten Jahren hatte er nur noch einmal im Jahr, und zwar im August, offen“, so Schütz. Noch im Vorjahr, als die Gerüchteküche über eine Schließung wieder einmal überkochte, hätten alle gehofft, dass der alt eingesessene Heurige doch weitergeführt wird.

„Wir bedauern es sehr, dass so viele beliebte Heurige zusperren. Der Heurige Schöll hat bereits zur Rohrbacher Kultur gehört“, sagt Herbert Schütz, der aber auch weiß, dass so ein Heurigenbetrieb sehr viel Aufwand bedeutet, der für berufstätige Menschen schwer nebenbei zu bewältigen sei.