Erstellt am 18. September 2015, 10:39

von Christopher Ivanschitz

Austritt aus FP: „Grundwerte sind verloren gegangen“. Der Sigleßer Michael Einfalt ist nicht mehr im Team der FPÖ und kritisiert nun die Zusammenarbeit mit der SPÖ.

Michael Einfalt kehrte der FPÖ den Rücken, bleibt jedoch weiterhin im Sigleßer Gemeinderat. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Nach der letzten außerordentlichen Generalversammlung der Bezirks-FPÖ ist nun fix: der Sigleßer Gemeinderat Michael Einfalt und die Freiheitlichen gehen in Zukunft getrennte Wege.

„Die Werte und Grundideologie, weshalb ich damals auch der FPÖ beigetreten bin, sind meiner Meinung nach verloren gegangen. Deshalb habe ich mich für diesen Schritt entschlossen und bin aus dieser Partei ausgetreten“, begründete Einfalt seine Entscheidung.

Einfalt bleibt „wilder Mandatar“

Streitigkeiten bzw. Auseinandersetzungen mit konkreten Persönlichkeiten der Partei habe es keine gegeben, allerdings kritisierte der Sigleßer Gemeinderat die Koalition mit der SPÖ: „Die FPÖ wollte letztendlich mit aller Gewalt in die Regierung und das halte ich für den falschen Schritt. Was ich einst mit der FPÖ vertreten habe, fehlt mir mittlerweile“, so Einfalt.

Dem Gemeinderat in Sigleß wird Michael Einfalt allerdings erhalten bleiben, dort fungiert er weiterhin als „wilder Mandatar“ – ohne Parteizugehörigkeit.

FPÖ-Bezirksparteiobmann Siegfried Zeltner: „Wir haben ein Gespräch geführt und sein Austritt erfolgte im guten Einvernehmen. Man muss seine Entscheidung so akzeptieren“, stellte Zeltner abschließend klar.