Erstellt am 24. Dezember 2014, 06:33

von Michael Kremser

Bürgermeister klagt gegen Anrainer. Neuer Fußballplatz: Nach zwei abgewiesenen Anzeigen gegen die Gemeinde will Ortschef Hutter nun ein Unterlassungsurteil erwirken.

Bad Sauerbrunns Bürgermeister Gerhard Hutter.  |  NOEN, zVg
Der Bau des neuen Sportplatzes im Kurort schreitet in die finale Phase, sodass wie geplant in der nächsten Saison darauf gespielt werden kann. Doch die Freude über die zügige Fertigstellung ist bei Bürgermeister Gerhard Hutter leicht getrübt.

„Proben belegen, dass alles mit rechten Dingen zugeht“

Ein Anrainer (Name ist der Redaktion bekannt) lässt nicht locker und hat bereits zweimal bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige erstattet. Grund dafür: Angeblich sollen Tonnen an Muttererde am Areal abgegraben, und dafür mit Bauschutt und Ähnlichem sowie teilweise Friedhofserde wieder aufgeschüttet worden sein.

Völlig haltlos, wie der Bürgermeister auf der Gemeinderatssitzung klar machte. „Von der Bezirkshauptmannschaft kamen beide Male die zuständigen Beamten, begutachteten das Gelände und entnahmen Bodenproben, die eindeutig belegen, dass alles mit rechten Dingen zugeht und absolut keine Verunreinigung vorhanden ist“, so Hutter.

Am Gemeindeamt spricht man von übler Nachrede

Der Ortschef will die Anzeigen nicht einfach auf sich beruhen lassen und in Vorausschau auf eine neuerliche Anzeige, mit der Hutter fest rechnet, setzt er gleich einen Schritt gegen weitere haltlose Anschuldigungen.

Dadurch, dass sich die Vorwürfe als absolut nicht wahr herausstellten, spricht man am Gemeindeamt von übler Nachrede.

Hutter reichte am Bezirksgericht nun Klage wegen Verleumdung gegen den vorwurferhebenden Anrainer ein und möchte damit eine Unterlassung erwirken. Der erste Verhandlungstermin ist für Ende Jänner festgesetzt.