Erstellt am 31. Dezember 2014, 05:53

Genussquelle unter neuer Führung. Neustart | Die Kommunal GmbH leitet künftig die Geschicke und setzt auf eine Mischung aus Altbewährtem und Neuerungen in der Struktur.

Die Genusquelle im Zentrum des Kurortes soll neu ausgerichtet werden und mit mehr Angebot locken.  |  NOEN, zVg
Im kommenden Jahr hat man sich in der Kurgemeinde einiges vorgenommen, wie man dem Protokoll der letzten Gemeinderatssitzung entnehmen kann. Nicht nur, dass die Gemeinde aus dem Tourismusverband Rosalia ausgetreten ist, und mit „Bad Sauerbrunn Tourismus“ einen eigenständigen gegründet hat, auch in weiterer Folge setzt man großes Augenmerk auf den Fremdenverkehr – ist dieser doch die größte Einnahmequelle der rund 2000 Einwohner zählenden Ortschaft.

Großes Aushängeschild ist neben dem Kurzentrum die Genussquelle, die 2009 von Winzern aus der Umgebung ins Leben gerufen wurde. Im Gebäude kann man das berühmte Sauerwasser erwerben, zudem beinhaltet es eine Greißlerei, eine Vinothek und man lädt bei Café und regionalen Schmankerln zum Verweilen ein – alles in allem ein durchwegs rundes Konzept, dennoch geben die Gesellschafter Heinz Döller und Anton Piribauer aus Neudörfl und Herbert Lassl aus Sigleß die Verantwortung nun ab.

Neuer Hauptverantwortlicher wird die Kommunal GmbH Bad Sauerbrunn unter Geschäftsführer Gerald Söllner.

"Nicht möglich, alles unter einen Hut zu bringen"

„Es ist einfach nicht möglich, die benötigte Zeit für die Genussquelle aufzubringen, wenn man nebenbei ein Lokal und ein Weingut führt“, berichtet Heinz Döller, Besitzer des Probuskellers in Neudörfl. Der Sigleßer Winzer Herbert Lassl kann dies nur bestätigen: „Leider ist es viel zu schwer, alles unter einen Hut zu bringen, ohne dass irgendeine Seite darunter leidet.“ Die Gespräche mit der Gemeinde Bad Sauerbrunn verliefen durchwegs konstruktiv.

Lassl, Piribauer und Döller bleiben weiterhin das Aushängeschild der Genussquelle, alle Entscheidungen werden aber zukünftig von der Kommunal GmbH getroffen. Geschäftsführer Gerald Söllner hat sich schon einiges dazu überlegt: „Ausgereift ist natürlich noch nichts, aber wir haben in Ruhe analysiert, wo in der Organisation Fehler gemacht wurden, werden beim Personal umstrukturieren und auch die Öffnungszeiten anders adaptieren. Zudem möchten wir das Gebäude als Veranstaltungsraum besser bewerben und die Auslastung damit steigern“, verrät Söllner.