Erstellt am 20. Mai 2015, 11:01

von Michael Kremser

Neuer Sportplatz wird Anfang Juli eröffnet. Neuerrichtungsarbeiten am Sportplatz verlaufen planmäßig - Ortschef weist Kritik von Anrainern und Kosten von sich.

Die neue Sportplatzanlage im Kurort wird planmäßig Anfang Juli feierlich eröffnet werden.  |  NOEN, zVg

In einer Zeit, in der immer mehr burgenländische Sportvereine den Betrieb einstellen und damit der Jugend eine der letzten Möglichkeiten des sportlichen Zusammenseins nimmt, mischt der SC Bad Sauerbrunn als einziger Verein seit dieser Saison mit zwei Kampfmannschaften im burgenländischen Fußball mit.

Diese Entwicklung beruht vor allem auf einer ausgezeichneten Nachwuchsarbeit, die sich auch vor dem großen Nachbarn, dem SV Mattersburg nicht verstecken muss. Wobei die Philosophie des Vereines nicht dem Erfolgsprinzip unterliegt, sondern der Jugend Freude am gemeinschaftlichen Sport vermittelt werden soll.

Verein: Lage bringt viele Vorteile

Aktuell werden knapp 100 Kinder in allen Nachwuchs-Altersklassen von ehrenamtlichen Funktionären mehrmals die Woche betreut, darunter auch ein eigenes U14-Mädchenteam.

So trainieren derzeit zwölf Teams auf einem „Rübenacker“ mit drei Meter Niveauunterschied und zwei desolaten Kabinen. Ein Umstand, der sich am 11. Juli ändern wird, dann öffnet nämlich der neue Sportplatz in Bad Sauerbrunn.

Die Lage gegenüber dem Friedhof und am Ortsrand bringt für Anrainer und Gäste viele weitere Vorteile mit sich, heißt es von Seiten des Vereines – naheliegende Bewohner sahen dies in der Vergangenheit anders und reichten Beschwerde bei der Bezirkshauptmannschaft ein, die allerdings zurückgewiesen wurde. Auch oppositionelle Vertreter des Gemeinderates übten harsche Kritik am Projekt.

"Mehrkosten im überschaubaren Rahmen"

„Die alte Sportanlage war vollkommen desolat, dass man die tatsächlichen Kosten nicht immer exakt vor dem Neubau feststellen kann, sollte auch verständlich sein, allerdings kann von einer Kostenexplosion nicht die Rede sein. Die Mehrkosten bewegten sich im überschaubaren Rahmen“, weist Hutter die Kritik ab.

SPÖ-Gemeindevertreter sehen das anders - die beinahe doppelt so hohen Errichtungskosten, die ursprünglich mit rund einer Million Euro veranschlagt waren, bleiben weiterhin Thema.

Finanziert wird das Projekt von Gemeinde, Land, Sponsoren und dem Verein.