Erstellt am 03. September 2014, 23:59

von Michael Kremser

Parkhotelchef fordert Geld von Gemeinde. Im Zuge eines Straßenneubaus 2010 nahm das Haus der Familie Neubauer Schaden - Geld bekamen sie bis heute nicht dafür.

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In der Kurgemeinde wurden vor rund fünf Jahren neue Bauplätze aufgeschlossen und 2010 begann man damit, die Zufahrtsstraße zu eben diesen Plätzen zu errichten. 2012 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Doch für Günther und Christine Neubauer ist die Baustelle damit nicht zu Ende.

Schaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro

Das Einfamilienhaus der Neubauers liegt direkt an der neu errichteten Straße und nahm, davon geht das Ehepaar aus, durch die Bauarbeiten Schaden, der sich auf mehrere zehntausend Euro beziffern lässt.

„Durch monatelange Arbeiten mit Pressluftgeräten entstanden Sprünge und Risse in unseren Wänden und in der Fassade, außerdem wurde eine Stützmauer beschädigt“, berichtet Christine Neubauer.

Der Auftraggeber, die Gemeinde, wies jede Schuld von sich und so klagte das Ehepaar gegen das auszuführende Bauunternehmen, die Alpine Holding, auf 27.000 Euro. Diese ging jedoch im Vorjahr in Konkurs, dementsprechend ist das Verfahren ausgesetzt und ruht.

Gemeinde bemühte sich um eine Einigung

„Es gibt vier verschiedene Gutachten, da heißt es, dass die Schäden umstritten sind, das vierte Gutachten, das zu unseren Gunsten ausfällt, kam gar nicht mehr zur Verhandlung“, ärgert sich Neubauer.

Von Seiten der Gemeinde bemühte man sich um eine Einigung mit den Verantwortlichen und so konnte eine Entschädigung von 17.000 Euro ausgehandelt und angeboten werden.

Den Neubauers war das zu wenig: „Das ist nicht einmal die Hälfte von dem, was der Schaden ausmacht“, erzählt die Hotelbetreiberin. Sie wandten sich nun vor Kurzem an die Gemeinde, denn diese hat einen Versicherungsschutz in der Höhe von 36.000 damals eingehoben.

„Der Schaden ist ja da, an unserem Haus“

„Dieses Geld verwalten wir nur treuhänderisch und müssen es wieder zurückzahlen, wenn kein Urteil etwas anderes bestimmt“, berichtet Amtsleiter Harald Seedoch.

Christine Neubauer hat dafür kein Verständnis. „Der Schaden ist ja da, an unserem Haus“, ist die Bad Sauerbrunnerin verzweifelt. Die Neubauers wandten sich auch an die Volksanwaltschaft und reichten eine Gemeindeaufsichtsbeschwerde bei der Bezirkshauptmannschaft ein.

„Ich will sicherlich nicht die Gemeinde, in der ich lebe, klagen, aber wenn nichts anderes mehr hilft, werden wir auch diesen Schritt in Erwägung ziehen“, meint Neubauer, die sich im Laufe der Woche mit ihrem Rechtsbeistand wieder treffen wird.