Erstellt am 23. Juli 2014, 10:49

von Michael Kremser

Volksanwältin prüft Rauswurf aus Halle. Hockeyverein / Der Landhockeyverein Phönix Mattersburg wandte sich nach dem Rauswurf aus der Sporthalle nun an die Volksanwaltschaft.

Bad Sauerbrunns Bürgermeister Gerhard Hutter.  |  NOEN, zVg

Der Landhockeyverein Phönix erhielt, wie bereits berichtet, vor Kurzem eine Absage der Sporthalle des Kurorts für die kommende Saison. Montag vergangene Woche verlief eine Gesprächsrunde zwischen der Gemeinde Bad Sauerbrunn und dem Verein negativ.
 

x  |  NOEN, zVg



„Seitens der Gemeinde besteht, entgegen bisheriger Äußerungen, überhaupt keine Absicht mit dem Hockeyverein auf einen grünen Zweig zu kommen“, so Jan Gruber, Obmann des Vereins.




 

"Wir haben unseren Standpunkt klargestellt"

Bürgermeister Gerhard Hutter habe von verschiedenen Personen Beschwerden erhalten und daher handeln müssen und den Verein der Halle verweisen müssen. Darüber hinaus wäre die Sportstätte mit ortsansässigen Vereinen ausgebucht.

„Wenn durch einen Verein ein Schaden entsteht, der in weiterer Folge andere auch betrifft, müssen wir als Gemeinde handeln, wir haben unseren Standpunkt mehr als zeitgerecht klargestellt“, so Ortschef Hutter.

Jan Gruber präsentierte zahlreiche Kompromissvorschläge, die allesamt durch Hutter abgelehnt wurden. Amtmann Harald Seedoch fügte hinzu, dass der Landhockeyverein die von der Gemeinde erhobenen Vorwürfe nicht habe entkräftigen können.

Ganz anders sieht man das beim Sportverein. Die Gemeinde habe außer ein paar Fotos, die Verfärbungen aufweisen, bislang weder Gutachten, noch eine Kostenschätzung vorgelegt.

"Wir lassen uns nicht einfach verscheuchen"

Die Enttäuschung der Jugendlichen aus Bad Sauerbrunn ist groß. „Uns ist es wichtig, dass wir zu Hause in Sauerbrunn trainieren können. Da sind wir uns einig. Wir lassen uns nicht so einfach verscheuchen“, sagte U16-Kapitän René Steuer im Anschluss.

Volksanwältin Dr. Getrude Brinek leitete auf Anfrage des Vereins zwischenzeitlich eine Überprüfung des Sachverhalts sowie der Abläufe innerhalb der Gemeindebehörde Bad Sauerbrunn ein.

„Natürlich steht es Herrn Gruber frei, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, aber an unserer Entscheidung halten wir fest“, so Hutter, der weiter ausführt: „Die Sporthalle ist für viele Vereine im Kurort da, ein Verein, der Beschädigungen verursacht, hat da keinen Platz, das wäre unfair den anderen gegenüber.“