Erstellt am 19. März 2014, 23:59

von Helga Ostermayer

Bäckerei Kaiser: Der Betrieb geht weiter. Keiner der 17 Mitarbeiter wird gekündigt, mit den Lieferanten wird eine Einigung angestrebt.

Neu durchstarten. Ewald Kaiser übernimmt den Betrieb von seinem Vater Ferry. Alle Mitarbeiter sollen ihre Arbeit behalten.  |  NOEN, Helga Ostermayer
Von Helga Ostermayer

Über den Bäckereibetrieb von Ferry Kaiser mit einer Filiale in Bad Sauerbrunn und dem Mutterbetrieb in Neudörfl wurde ein Sanierungsverfahren verhängt. Der Betrieb beschäftigt an beiden Standorten 17 Angestellte, sechs in Bad Sauerbrunn und 11 in Neudörfl.

 „Beide Standorte werden weitergeführt."

„Keiner von unseren Mitarbeitern wird gehen müssen, denn wir werden mit den Lieferanten eine Einigung erzielen und dann neu durchstarten“, verspricht Sohn Ewald Kaiser. „Beide Standorte werden weitergeführt. Wir werden uns bemühen, die gute Qualität, die wir seit 1933 bieten, zu halten“, blickt der Junior-Chef optimistisch in die Zukunft.
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„Ich war bis jetzt eigentlich nur Angestellter. Wenn das Sanierungsverfahren vorbei ist, wird mein 72-jähriger Vater mir den Betrieb übergeben“, fährt er fort. Welche Pläne hat der zukünftige neue Chef? „Ich will neben unseren traditionellen Backwaren auch auf Nischenprodukte wie Dinkelbackwaren sowie gluten- und hefefreies Gebäck setzen, das ist sehr gefragt“, verrät Ewald Kaiser.

Grund ist die schwierige Marktsituation

Wie es zur Insolvenz kam? „Ich sehe den Grund in der schwierigen Marktsituation und weil wir keine Leute entlassen haben. Die sechs Mitarbeiter, die in den letzten eineinhalb Jahren ausgetreten sind, haben wir korrekt abgefertigt. So ist uns das eben passiert“, erklärt Ewald Kaiser die Situation des Betriebes.

Masseverwalter Rechtsanwalt Willi Stampf ist ebenfalls zuversichtlich, das Sanierungsverfahren positiv abzuschließen: „Ich will aber am Mittwoch noch die Betriebsversammlung abwarten und alle Unterlagen sorgfältig prüfen.“