Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Bahn: 50 Millionen Euro für die Elektrifizierung. PLAN / Die Zugstrecke zwischen Wiener Neustadt und Loipersbach/Schattendorf soll von Diesel auf Strom umgestellt werden.

Vom Diesel zum Strom. Im Rahmen einer mindestens 50 Millionen Euro „schweren“ Ausbauoffensive soll die Elektrifizierung der Strecke von Wiener Neustadt über Mattersburg bis Loipersbach/Schattendorf in Angriff genommen werden.KATHARINA TSCHÜRTZ  |  NOEN
x  |  NOEN

BEZIRK / Das Land Burgenland investiert in den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Wiener Neustadt und Loipersbach/Schattendorf. Mindestens 50 Millionen Euro sollen dabei für die Elektrifizierung und Attraktivierung aufgewendet werden.

Die Elektrifizierung ist die Umstellung der Dieselloks auf Stromzüge. Dabei werden die Züge durch eine elektrische Oberleitung mit Strom betrieben und sind somit umweltfreundlicher. Diese Attraktivierung schließt voraussichtlich auch einzelne Sanierungsmaßnahmen ein.

Bis Herbst sollen die konkreten Eckpunkte und Umsetzungsschritte in ein Gesamtkonzept für den Schienenausbau im Burgenland einfließen. Parallel dazu ist ein potenzieller ‚Stolperstein’ aus dem Weg zu räumen: Die Elektrifizierung bis zur Staatsgrenze erfordert einen „elektrifizierten Lückenschluss“ bis Sopron, damit eine durchgängige elektrische Verbindung bis Deutschkreutz geführt werden kann. Dazu muss auf ungarischer Seite Rechts- und Investitionssicherheit hergestellt werden.

Hoffen auf Bereitschaft für  Invesitionen auch in Ungarn

„Österreich wird dazu in konkrete Verhandlungen mit Ungarn eintreten. Es ist zu hoffen, dass auch auf ungarischer Seite die Bereitschaft zu notwendigen Investitionen besteht“, so SPÖ-Bezirksvorsitzender Klubobmann Christian Illedits. Der Abschluss aller Umsetzungsmaßnahmen des Schienenverkehrsgesamtkonzeptes ist vorläufig bis 2020 vorgesehen.

Die Kosten von 50 Millionen Euro sind dabei eine Schätzung, da noch keine detaillierte Planung vorliegt. Finanziert wird der Bahnausbau voraussichtlich durch den Bund und die ÖBB, wobei das Land Burgenland Kosten für die Planung im Ausmaß von 40 Prozent übernehmen wird. Bei den Baukosten will sich das Land mit 20 Prozent beteiligen. „Das Burgenland macht seine ’Hausaufgaben‘. Das zeigt auch die Zusage des Landeshauptmannes, die Planungs- und Realisierungskosten auf burgenländischer Seite mitzufinanzieren. Ein ebenso wichtiges wie erfreuliches Signal für unsere Pendler und Pendlerlinnen“, betont Klubobmann Illedits.

Die Fahrgäste profitieren laut SPÖ durch den umweltfreundlicheren Verkehr und die leistungsfähigere Infrastruktur. Zudem kann auf elektrifizierten Strecken einfacher moderneres Zugmaterial eingesetzt werden, außerdem sind Fahrzeitverkürzungen durch Beschleunigung zu erwarten.