Erstellt am 09. April 2014, 10:37

Bahnübergang neu?. Bad Sauerbrunn / Verfassungsgerichtshof entschied zugunsten der Gemeinden. Künftig müssen diese keine Kosten für Bahnübergänge tragen.

Der gesperrte Fußgängerübergang könnte bald wieder offen sein.  |  NOEN
Im vergangenen Jahr wurde der Fußgängerübergang bei der Ortseinfahrt in Bad Sauerbrunn stillgelegt, da er nicht den Sicherheitsstandards der Österreichischen Bundesbahnen entsprach.

Zum damaligen Zeitpunkt hieß es noch, dass bei der dringend notwendigen Sanierung die Gemeinden, in diesem Fall Pöttsching - das Areal befindet sich auf Pöttschinger Hotter - die Hälfte der Kosten zu tragen haben. Zum großen Bedauern der Bad Sauerbrunner konnte man sich bei Gesprächen mit Pöttschings Gemeindevertretung damals nicht einigen, und somit wurde der Übergang gesperrt.

Kosten sollen zur Gänze vom Bund getragen werden

Vergangene Woche entschied der Verfassungsgerichtshof nun, dass die Kostenaufteilung bei der Gestaltung von Eisenbahnkreuzungen von 50% Bund und 50% Gemeinden nicht rechtens sei, da die Gemeinden bei der Erstellung dieser Verordnung nicht eingebunden waren.

Die Kosten sollen zur Gänze vom Bund getragen werden. In Bad Sauerbrunn begrüßt man diese Entscheidung und hofft auf eine Wiederöffnung des Bahnüberganges.

„Natürlich sind wir froh darüber und stehen auch schon wieder im Gespräch mit Pöttsching“, berichtet Bürgermeister Gerhard Hutter. In der Nachbargemeinde zeigt man sich ebenfalls erfreut.

„Als wir davon erfahren haben, reagierten wir sofort und sendeten ein Schreiben mit der Bitte um Wiederinstandsetzung des Bahnübergangs an das Land und an die österreichischen Bundesbahnen, und hoffen auf eine rasche Lösung“, so Pöttschings Ortschef Herbert Gelbmann.