Erstellt am 03. April 2013, 00:00

Banges Warten auf positiven Asylantrag. Burgenländische Plattform BLEIBERECHT / In Forchtenstein wartet eine junge Asylwerberin darauf, in Österreich bleiben zu dürfen.

 |  NOEN
Marie-Luise Wenzl

FORCHTENSTEIN / Seit etwa einem dreiviertel Jahr lebt eine allein erziehende Mutter in Forchtenstein und kämpft darum, in Österreich bzw. Forchtenstein bleiben zu dürfen. Die junge Asylwerberin aus dem Iran und ihr Kind, die zuerst etwa zweieinhalb Jahre im Bezirk Oberwart gelebt haben, werden seit einiger Zeit unter anderem auch von Irmgard Seidler von der Burgenländische Plattform Bleiberecht unterstützt. Diese Plattform hat mittlerweile Kontakte im ganzen Burgenland und besteht seit gut einem Jahr.

Asylwerber brauchen unsere Unterstützung 

Irmgard Seidler, Obfrau der Grünen SeniorInnen Burgenland, und ihr Gatte Ingolf haben diese Plattform mit gegründet und verstehen sich unter anderem als Bindeglied zwischen Menschen in Not und dem Amtswesen in Österreich. Unterstützung kommt dazu von vielen Seiten, auch von der Caritas Rechtsberatung. Das ist wichtig und hat sich schon in vielen Fällen mehr als bewährt. Auch von Mattersburgs Gemeinderätin Sonja Sieber wird die junge Asylwerberin unterstützt: „Ich versuche neben persönlichen Gesprächen die junge Frau zum Beispiel auch dahin gehend zu unterstützen, dass sie bei der Tafel und im EZA-Geschäft mithelfen kann. Integration gelingt ja nur im direkten Kontakt mit uns Mitmenschen.“ Die fleißige und engagierte Mutter und ihr Kind warten zurzeit auf einen positiven Bescheid des Asylgerichtshofes.

Sie unternehmen alle erforderlichen Schritte: Mutter und Tochter lernen die deutsche Sprache und nehmen jede Gelegenheit wahr, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Die Vorladung zu einem Gespräch wird einerseits mit großem Zittern erwartet, andererseits kann die junge Asylwerberin aufgrund ihrer Bemühungen bezüglich Integration schon einiges vorweisen. Beim Gespräch muss sie unter Beweis stellen, dass sie über genügend Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügt und dass sie in der Zwischenzeit auch gut integriert ist.

Unterschriften können helfen 

Unterstützt wird der Bescheid zurzeit auch durch eine Unterschriftenliste. Frau Seidler meint dazu : „Bei Interesse und Rückfragen stehen wir, die Burgenländische Plattform BLEIBERECHT, gerne zur Verfügung unter 0699-1104-1233.“

Asylwerber brauchen oft dringend den Kontakt zu Mitmenschen vor Ort, um wieder Mut zu fassen und Selbstvertrauen aufbauen zu können.