Erstellt am 26. März 2014, 23:59

von Gerhard Lorenz

Bank-Mitarbeiter griff in die Kassa. Leobersdorf / Mit dem Geld von Spareinlagen der Kunden ins Casino? Angestellter in Leobersdorf beurlaubt.

Von Gerhard Lorenz

Noch ist die genaue Höhe des Schadens nicht bekannt. Aber der Täter. Denn der Mitarbeiter der Bawag/PSK Filiale in Leobersdorf hat bereits gestanden. Zwischen 500.000 und 700.000 Euro an Kundengeldern soll der Mann veruntreut haben.

Gelder von Kundensparbüchern abgehoben

Was war passiert? Bei einer internen Revision wurde die Bank auf das Fehlen von Kundeneinlagen auf Sparbüchern aufmerksam. Und schnell war auch der mögliche Täter, eben der verdächtige Mitarbeiter aus dem Bezirk Mattersburg, gefunden. Der Mann hatte nicht nur die Möglichkeiten, Sparbücher zu manipulieren. Laut Polizei war er wahrscheinlich auch spielsüchtig, eine fatale, in diesem Fall eine kriminelle Mischung.

Es wird davon ausgegangen, dass der Verdächtige Gelder von Kundensparbüchern „abgehoben“ und mit Einlagen von anderen Sparbüchern wieder versucht hatte, seine Taten zu verschleiern – nach dem System, „Loch auf, Loch zu“. Seine Hoffnung, mit einem Spielgewinn den Schaden wieder gutzumachen, erfüllte sich nicht.

Bawag- Pressesprecherin: "Kunden ist kein finanzieller Schaden entstanden"

Es wurde Anzeige von der Bank erstattet und das Landeskriminalamt führt jetzt die Untersuchungen, parallel mit der Innenrevision der Bank, durch. Der Verdächtige, ein ehemaliger Post- und dann Bawag-Angestellter, wurde dienstfrei gestellt und auf freiem Fuß angezeigt.

Henriette Mußnig, Pressesprecherin der Bawag, bestätigt diesen Vorfall und verweist darauf, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Sie betont auch, dass Kunden auf keinen Fall ein finanzieller Schaden durch diese Manipulationen entstanden ist.