Erstellt am 02. Mai 2011, 11:33

Bankomat in Sigleß gesprengt. In der nordburgenländischen Gemeinde Sigleß (Bezirk Mattersburg) haben Unbekannte in der Nacht auf heute, Montag, einen Bankomaten in der örtlichen Raiffeisen-Filiale gesprengt.

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Nach Angaben der Polizei dürften die Täter gegen 4.00 Uhr zugeschlagen haben. Dabei dürften sie vermutlich Gas in den Bankomaten eingeleitet haben, sagte Oberst Rainer Erhart, Leiter des Landeskriminalamtes Burgenland (LKA). Die Kriminellen waren bei ihrem Coup wenig erfolgreich: "So wie es ausschaut, ist der Versuch, an das Geld zu gelangen, gescheitert."

Parallelen zu anderen ähnlichen Fällen - in den vergangenen zwei Wochen wurden in Ostösterreich mehrmals Bankomaten gesprengt bzw. dies versucht - könne man noch nicht direkt erkennen. Aber "alleine die Tatsache, dass jemand wieder versucht hat, einen Bankomaten zu sprengen, ist eine Parallele", so der LKA-Leiter. Ob es sich deshalb möglicherweise um eine Tätergruppe handelt, die bereits einmal zugeschlagen hat, könne man "so schnell nicht sagen". Auch bei der Wiener Polizei und beim Bundeskriminalamt konnte man vorerst keine Auskünfte zu einem möglichen Zusammenhang mit den Sprengungen in jüngster Zeit geben.

"Die Tatortarbeit läuft. Wir werden nun als erstes mögliche Zeugen vernehmen, die jedoch nicht unmittelbar etwas beobachtet haben, sondern beispielsweise ein schnell wegfahrendes Auto wahrgenommen haben", erläuterte Erhart. Außerdem werde man die Aufzeichnung aus den Überwachungskameras auf verwertbare Hinweise überprüfen.

Ein Zeitungskolporteur hatte laut Sicherheitsdirektion Burgenland den Vorfall gemeldet. Eine sofort ausgelöste Alarmfahndung wurde um 5.35 Uhr erfolglos abgebrochen. Auch ein mit Nachtsichtsystem ausgerüsteter Polizeihubschrauber der Flugeinsatzstelle Meidling war daran beteiligt.

Die betroffene Raiffeisen-Filiale in Sigleß war im Dezember 2007 Tatort eines Banküberfalls. Etwa ein halbes Jahr später wurde ein Oststeirer als Verdächtiger festgenommen.