Mattersburg

Erstellt am 29. Juni 2016, 08:52

Bauern warten aufs Geld. 70 bis 80 Prozent der Erdbeerkulturen fielen dem Wintereinbruch im April zum Opfer. Nun hoffen die Bauern auf Entschädigung.

 |  NOEN

Obstbaumeister Josef Koch resümiert über die Erdbeerernte 2016: „Wenn man alles in allem betrachtet, sind 70 bis 80 Prozent der Erdbeeren durch den Wintereinbruch zerstört worden.“ Von den Frühsorten blieb sowieso nicht viel über, doch gerade diese Sorten sind auf dem Markt heiß begehrt und die Erdbeerbauern erzielen durch die Frühsorten bessere Preise. Wer eine Frostschadensversicherung abgeschlossen hat, war heuer noch halbwegs auf der sicheren Seite. Doch: Versichern kommt teuer, viele Bauern überlegen es sich daher dreimal, eine solche abzuschließen. Die Kirschkulturen sind ebenfalls schwer geschädigt – Dabei gibt es für Steinobst keine Frostschadensversicherung. Was dem Obstbaumeister sauer aufstößt, sind die Preise, die die Produzenten für ihre Ware vom Handel bekommen – so werden für 1 kg Äpfel bzw. Birnen 20-30 Cent gezahlt, nicht mehr. Auch Markus Habeler schätzt den Erdbeer-Ernteausfall für 2016 auf 70–80 Prozent. Er fürchtet, dass die Entschädigungen für die Bauern noch lange auf sich warten lassen.

Das lassen auch die Worte von Agrarlandesrätin Verena Dunst auf der letzten Pressekonferenz zu diesem Thema vermuten: „Unsere Agrarproduzenten brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe. Man hat sich darauf verständigt, dass im Obstbau die vollständige Hilfeleistung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Im Weinbau wird es wegen der späteren Erntemeldung bis Februar/März 2017 zu den Auszahlungen kommen.“ Konkrete Zahlen nannte Dunst allerdings nicht.