Erstellt am 14. Mai 2014, 08:57

von Richard Vogler

Begegnungszone geplant. Innenstadt / Vorschlag des neuen Verkehrskonzeptes wurde Montag dieser Woche im Florianihof präsentiert. Neben Begegnungszonen sollen verstärkt Radwege und Einbahnen kommen.

Prall gefüllter Saal. Beim Mattersburger Florianihof waren geschätzte 150 Personen anwesend. Mit dabei auch die Exekutive rund um den Mattersburger Postenkommandanten Walter Kurz.  |  NOEN, Richard Vogler
Vor rund 200 Personen wurde Montag dieser Woche im Florianihof das lang erwartete Verkehrskonzept präsentiert. Eines vorweg: Ein fix fertiges neues Verkehrskonzept wurde gibt es noch nicht.

„Es ist noch nichts entschieden. Bei Einzelgesprächen mit Bürgern sollen deren Vorschläge noch miteinbezogen werden“, so Bürgermeisterin Ingrid Salamon zu Beginn der Veranstaltung. Ein Grobkonzept mit drei Schwerpunkten steht jedoch bereits: Eine oder mehrere Bewegungszonen in der Innenstadt, verstärkt Radwege und Einbahnen sollen kommen. Die einschneidendste Änderung wäre die Umsetzung einer Begegnungszone.

Vier Varianten stehen für das Mattersburger Zentrum im Raum: In der Judengasse, im Bereich Kreuzung Judengasse Michael Kochstraße, Kreuzung Gustav Degengasse Judengasse oder im Bereich des Hauptplatzes bis zum Ende der Judengasse.

Die Anforderungen für eine Begegnungszone erläuterte Andreas Neukirchen, der das Konzept erstellt hat: „Eine 20 km/h-Beschränkung, sie soll maximal 50 Meter lang sein und durch den Verzicht auf Auto-Abstellplätze soll die Sicht verbessert werden.“, so Neukirchen, um weiter auszuführen: „Um weiteres Parkangebot zu haben, müssen im Umfeld Abstellplätze geschaffen werden.

Eine Variante, wie man zu mehr Abstellplätzen in Zentrumsnähe kommt, wäre eine Einbahnregelung in der Hirtengasse.

Einbahnen in den äußeren Zentren

Stichwort Einbahnen: Diese werden aller Voraussicht nach im erweitererten Zentrum verstärkt kommen. „Dabei gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten“, so Neukirchen. Neben der Hirtengasse wäre – laut Neukirchen – eine weitere Variante, in der Haupt- Schubert- und Hochstraße eine Einbahnregelung zu schaffen.

Der dritte Schwerpunkt wird die Schaffung von Radwegen sein. Vor allem „die Anbindung mittels Radwegen von den äußeren Zentren in die Innenstadt“, so Neukirchen, der gemeinsam mit dem zweiten Verkehrsplaner, Martin Schild, einen Plan für einen Radweg entlang der Wulka von der Weidenbachgasse bis hinunter nach Walbersdorf ausgearbeitet hat.

Der Mattersburger ÖVP-Vizebürgermeister Michael Ulrich findet zwar, dass „das große Interesse sehr erfreulich war. Die Präsentation war jedoch schlecht aufbereitet.“

Ulrich will auch weitere Vorschläge einbringen und hält fest, dass „bevor willkürlich Einbahnen gemacht werden, braucht es Ausbau und Sanierung wichtiger Straßenzüge wie der Bergstraße und Klärung von kritischen Punkten wie zum Beispiel jene vor der Apotheke und der Post.“