Erstellt am 27. April 2016, 05:14

von Peter Wagentristl

Betreutes Wohnen: Uneinigkeit am Bau. Bezüglich der geplanten Errichtung des betreutenWohnheims in Sigleß wurde Anfang der Woche Einspruch eingelegt. SIGLESS / 

Betreubares Wohnen. Derzeit steht das Bauvorhaben still, noch nicht einmal der Abriss des ehemaligen Kinos nahm bisher Fahrt auf.  |  NOEN, Wagentristl

Bei der Bauverhandlung über das geplante betreubare Wohnheim kamen Ungereimtheiten zwischen Vertretern der Gemeinde und den zukünftigen Nachbarn auf. Die beiden Verhandlungspartner stoßen sich derzeit an dem im burgenländischen Baugesetz vorgeschriebenen Abstand von drei Metern zwischen den beiden Häusern — die Gemeinde willaber nicht weiter als zwei Meter von der Grundstücksgrenze wegrücken.

Familie Hobisch als Nachbarn des zukünftigen Wohnprojektes fordert einstweilen eine rechtskonforme Abwicklung des Baus, „nicht mehr und nicht weniger.“ Man befinde sich in einem Dialog und nicht im Streit mit der Gemeinde: „Wir haben absolut nichts gegen das geplante Projekt, wir fordern nur unser verbuchtes Recht ein,“ so Nachbar Heinzi Hobisch nüchtern.

„In vielen Punkten wurde nachgegeben"

Kalmierend meldet sich auch Bürgermeister Josef Kutrovatz (SPÖ) zu Wort: „In vielen Punkten hat man der Kritik und den Wünschen des Nachbarn nachgegeben. Auch bezüglich der Mauer haben wir bereitwillig zugesagt, zwei Meter von der Grundstücksgrenze wegzurücken.“

Da beim Nachbarhaus kein Abstand zur Grundstücksgrenze gelassen wurde, sei diese Entscheidung nach derzeitigen Stand zulässig, so Kutrovatz: „Wir sind im Gespräch mit unserem Architekten und der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG), ich verlasse mich bei der Entscheidung auf deren Expertisen.“

Sollte es zu keiner Einigung zwischen Familie Hobisch und der Gemeinde kommen, würde die Entscheidung über die Zukunft der Baustelle beim Landesverwaltungsgericht liegen.