Erstellt am 11. Juni 2014, 09:01

von Helga Ostermayer

Betroffenheit nach Todesfall beim Baden. Neudörfl / Kriseninterventionszentrum betreut den Bruder, die Heimbewohner und die Mitarbeiter des Neudörfler Caritas-Heimes.

Tragisch. Im Neudörfler Badesee erlitt ein 17-Jähriger einen Badeunfall. Er starb in der Nacht im AKH. Foto: L. Aigner  |  NOEN, L. Aigner
Ein 17-jähriger Jugendlicher aus dem Caritas-Haus Sarah ist am Sonntag im Badeteich untergegangen. Er starb noch in der Nacht im AKH.

„Betroffenheit bei den Heimbewohnern ist groß“

Der Pressesprecher der Caritas Martin Gantner berichtet: „Fünf Jugendliche aus unserem Haus machten sich am Pfingstsonntag zum Schwimmen an den Badesee auf. Amir ging beim Baden, aus noch nicht geklärten Gründen, unter. Mehrere Badegäste haben erfolglos versucht, ihn zu finden.“ Als er nach fast 50 Minuten doch gefunden wurde, flog ihn ein Notarzthubschrauber in das AKH, wo er in der Nacht verstarb.

„Die Betroffenheit bei den Heimbewohnern – auch sein Bruder lebt hier – und unseren Mitarbeitern ist groß. Ein Kriseninterventionsteam ist zur Zeit vor Ort“, so Gantner.

Auch Bademeister tauchte nach dem Mann

Wie geschah das Unglück? Badegäste am Badeteich sahen gegen 17.46 Uhr, dass sich eine Person in Notlage befand und zu ertrinken drohte. Sie verständigten den Bademeister Adel Panjonovic sowie die Freiwillige Feuerwehr Neudörfl.

Der Bademeister tauchte gemeinsam mit ein paar Burschen nach dem jungen Mann, der sich bereits unter Wasser befand.

See ist an dieser Stelle 15 Meter tief 

„An dieser Stelle ist der See 15 Meter tief, so war die Suche für uns schwierig“, so der Bademeister. „Schon bei der Anfahrt haben wir die Feuerwehrtaucher und den Christophorus verständigt“, schildert die Pressesprecherin der Neudörfler Wehr, Vanessa Pilles.

Zwei Feuerwehrkameraden der Neudörfler Wehr begaben sich nach dem Eintreffen sofort ins Wasser und begannen mit der Suche. Der Notarzthubschrauber– Christophorus 9 – brachte Taucher der Wiener Berufsfeuerwehr zum Unfallort. Aber auch Feuerwehrtaucher aus dem Burgenland waren vor Ort.

Ursache ist vorerst noch ungeklärt

Etwa 50 Minuten nach der Alarmierung fanden Einsatzkräfte den Burschen am Grund des Sees und brachten ihn ans Ufer, wo ein Notarzt sich bemühte, ihn wieder zu reanimieren.

Mit dem Hubschrauber wurde der junge Mann, unter weiteren Reanimationsmaßnahmen, in das AKH geflogen, wo er um ein Uhr nachts verstarb. Wie es zu dem Badeunfall kam, ist vorerst noch ungeklärt.

Am Einsatz waren zwölf Kameraden der Feuerwehr Neudörfl, 15 Mitglieder vom Tauchdienst Burgenland sowie sechs Mann des Tauchdienstes der Berufsfeuerwehr Wien beteiligt.