Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

Bezirk für ein Berufsheer. Entgegen dem Ausgang / 52,2 Prozent im Bezirk Mattersburg sprachen sich bei der Volksbefragung für die von der SPÖ geforderte Variante aus.

Angespannt. SPÖ-Bezirksobmann Christian Illedits (r.) verfolgte mit Landeshauptmann Hans Niessl die Wahlergebnisse im „Roten Haus“. Wolfgang Millendorfer  |  NOEN
Von Richard Vogler

BEZIRK / Die Österreicher sprachen sich ganz klar für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus - in großen Teilen Wiens sowie in den Bezirken Mattersburg, Oberpullendorf und Eisenstadt/Umgebung sprachen sich die Wähler hingegen für ein Berufsheer aus - im Bezirk Mattersburg 52,2 Prozent. „Natürlich hätte ich mir dieses Ergebnis überall gewünscht. Wir waren im Bezirk Mattersburg sehr stark bemüht, die Menschen zu informieren. Wie man sieht, ist uns dies in vielen Gemeinden gelungen“, so SPÖ-Bezirksparteiobmann Christian Illedits, der weiter ausführt: „Bei den Gesprächen habe ich gemerkt, dass wir viel Zustimmung bei den Jungen und den Frauen gewonnen haben.“

Inge Posch ist  sehr verstimmt

Hirms Bürgermeisterin Inge Posch kann in ihrer Gemeinde zwar auf eine 65,38 prozentige Zustimmung für das Berufsheer verweisen, dennoch ist sie sehr verstimmt: „Wenn die älteren Menschen darüber abstimmen, was die Jungen zu tun haben, dann macht mich das äußerst grantig!“

ÖVP-Bezirkschef Christian Sagartz erkennt die Gründe in der „Ausgangslage nach den Gemeinderatswahlen. Das Stimmungsbild im Bezirk Mattersburg zeigte eine tendenzielle SPÖ-Mehrheit. Viele parteipolitisch motivierte Wähler sind dem Ruf der SPÖ gefolgt.“

FPÖ-Landesparteiobmann Johann Tschürtz begrüßt naturgemäß den Wahlausgang auf Bundesebene: „Die Österreicher haben die eigene Heimat und wahre Werte gewählt. In seiner Heimatgemeinde Loipersbach hatten die Berufsheer-Befürworter in der Volksbefragung mit 50,41 Prozent knapp die Nase vorne. Eine Überraschung für Tschürtz? „Nein. Ich hätte mir gedacht, dass das Ergebnis deutlicher ausfällt - zwischen 55 und 60 Prozent.“