Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:07

von Nina Sorger

Bezirk: Keine Haube in Sicht. "Der Reisinger" konnte seine Haube nicht zurückerobern. Für ein Haubenlokal müssen sie weiter in andere Bezirke wie etwa Eisenstadt zum "Taubenkobe" pendeln.

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Die Gault-Millau-Verkoster waren auch heuer wieder in den heimischen Lokalen unterwegs. Die Ergebnisse sind seit vergangener Woche im großen Gault-Millau-Gourmetguide für 2016 nachzulesen. Das Pöttschinger Restaurant „Der Reisinger“, das bis 2014 eine Haube hielt, konnte den verlorenen halben Punkt auch heuer nicht zurück erobern. Chef Gerald Reisinger dazu: „Mir ist das im Prinzip egal. Im a la Carte wurden wir heuer gut bewertet und im Fallstaff konnten wir die gleiche gute Bewertung wie im Vorjahr halten.“

Erkochte Hauben konnten gehalten werden

Nachdem der Schützener „Taubenkobel“ im Vorjahr von der nächsten Generation – Eselböck-Schwiegersohn Alain Weissgerber – neu übernommen worden war, hat das Burgenland zwar nach wie vor kein Vier-Hauben-Restaurant, doch nach seinem fulminanten Neueinstieg im Vorjahr mit drei Hauben kann Weissgerber mit „The Restaurant formally known as Taubenkobel“ die erkochten Hauben halten und sich über 18 von 20 Punkten freuen. Darf man den Gault-Millau-Verkostern glauben, die Weissgerber außerdem unter die zwölf besten Köche Österreichs reihten, dann ist auch die vierte Haube nur eine Frage der Zeit.

Weiter auf Erfolgskurs ist auch die familieneigene „Greisslerei beim Taubenkobel“. Sie konnte – ebenso wie im Jahr zuvor – ihre 15 Punkte und damit auch ihre zwei Hauben halten.

Mit 16 Punkten, wie im Vorjahr, hält das Gut Purbach von Max Stiegl, der sich heuer auch über die in Kooperation mit Gault Millau verliehene Bierkrone freuen darf, seine zwei Hauben. Ebenfalls konstant in der Bewertung ist mit einer Haube und 14 Punkten auch das Ruster „Wirtshaus im Hofgassl“.

Nach dem Verlust der zweiten Haube im Vorjahr haben Wolfgang Schwarz und sein Team im „Kloster am Spitz“ in Purbach heuer erneut einen Punkt verloren. Mit 13 Punkten bleibt eine erkochte Haube allerdings erhalten.

Wieder in der Wertung ist das Eisenstädter Restaurant „Henrici“, das nach Neuübernahme im Vorjahr seine Haube nicht mitnehmen konnte. Mit 12,5 Punkten – einem halben Punkt mehr als im Vorjahr – ist man aber immerhin wieder recht nahe an der ersten Haube dran.