Erstellt am 19. Oktober 2016, 09:16

von Bettina Eder

Auf Streife mit den Sicherheitspartnern. Die Sicherheitspartner sind nun in der Grenzregion unterwegs. Die BVZ stellt sie vor und holte Meinungen aus der Bevölkerung ein.

Freundliche, positive Ausstrahlung, guter Umgang mit Menschen – neben der der Unbescholtenheit und dem Führerschein einige der Hauptkriterien, nach denen die insgesamt 22 Sicherheitspartner des Landes ausgewählt wurden. Fünf patrouillieren seit vergangener Woche in den Pilotgemeinden des Bezirkes Loipersbach, Schattendorf und Baumgarten. Eine davon ist die 38-jährige Barbara Myburg.

Myburg ist eine von zwei Frauen, die – ausschließlich tagsüber – ihren Dienst versehen. Und, sie ist die Einzige, die Erfahrungen im Sicherheitsbereich hat. „Ich war 15 Jahre lang Polizistin in Südafrika. Da hat man für viele Dinge einen anderen Blick“, so Myburgh.

Sie entstammt aus einer Polizisten-Familie: „Die dritte Generation von Polizisten“, erwähnt sie stolz. Die Neo-Forchtensteinerin kam erst vor einigen Monaten wieder zurück nach Österreich, nachdem ihre Eltern – beide stammen aus dem Bezirk Mattersburg – mit ihr nach Afrika ausgewandert waren.

Myburgh: „Der Herrgott schaut auf mich.“

Dienstbeginn hat sie um acht Uhr morgens, dann kontrolliert sie einige Fixstationen, pro Gemeinde dauert das etwa zwei Stunden und dann patrouilliert sie mit dem E-Auto der Sicherheitspartner durch ihre Gemeinden. In ihren bisher zwei Diensten hat sie schon einige Meldungen an die Gemeinde sowie an ihren Arbeitgeber, die Firma Wagner Sicherheit gemacht.

„Es sind oft Kleinigkeiten wie offen gelassene Fenster bei öffentlichen Gebäuden, Fahrräder, die unversperrt herumgelegen sind“, so Myburgh. Neben der Beobachtung und Meldung verdächtiger Dinge sollen die Sicherheitspartner kleine Botengänge für – vor allem die älteren – Gemeindebürger machen. Dreh- und Angelpunkt dafür soll das Gemeindeamt werden.

Die Sicherheitspartner versehen ihren Dienst 24 Stunden, sieben Tage die Woche im Acht-Stunden-Rad. In der Nacht werden ausschließlich Männer eingesetzt. „Wir sind nicht nur Kollegen, sondern auch schon ein bisschen Freunde“, ist Myburgh stolz.

„Noch niemanden getroffen, der etwas negatives gesagt hätte"

Kennengelernt hat man sich beim dreiwöchigen Kurs, den alle absolvieren mussten. Alle sind unterschiedlich alt und kommen aus unterschiedlichen Bereichen (siehe Infobox rechts) angefangen von der Gastronomie bis hin zur Tischlerei, Tankstelle erstreckt sich die Bandbreite. Zwei der fünf kommen aus der ursprünglich vom Land definierten Zielgruppe der AMS-Langzeitarbeitslosen.

Der Rest hat sich laut Wagner Sicherheit Gmbh nicht übers AMS, sondern ganz normal beworben. Myburgh dazu: „Ein Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht. Und schon hat es geklappt. Ich bin sehr dankbar, dass ich so schnell einen guten Job gefunden habe. Der Herrgott schaut auf mich.“

Erfahrungen hat sie im neuen Job bisher nur positive gemacht: „Ich habe noch niemanden getroffen, der etwas negatives gesagt hätte, alle sind sehr freundlich.“