Erstellt am 21. September 2016, 08:44

von Bettina Eder

Finanzstatistik: 28 Millionen Schulden. 715 Euro Schulden pro Kopf haben die Gemeinden des Bezirks angehäuft. 195 Euro können pro Bürger investiert werden.

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BEZIRK Rund 28 Millionen Euro Schulden – das sind 715 Euro pro Bürger – haben die Gemeinden des Bezirks. 16 Millionen davon sind aus dem öffentlichen Haushalt, der Rest von 12 Millionen sind Schulden für marktbestimmende Betriebe.

Löwenanteil hat naturgemäß – aufgrund der Größe der Gemeinde – die Bezirkshauptstadt. 6,3 Millionen Euro steht Mattersburg in der Kreide. Pro Kopf bedeutet das eine Verschuldung von 883 Euro. Damit liegt Mattersburg zwar bei allen 171 Gemeinden im Burgenland auf Platz 88, allerdings – hinter Oberwart – auf Platz zwei der Bezirkshauptstädte.

Rote Schulden-Laterne: Marz und Neudörfl

Positiver Spitzenreiter bei den Schulden sind Loipersbach und Wiesen, die laut der aktuellen Finanzstatistik der Gemeinden – das Haushaltsjahr 2015 betreffend – gar keine Schulden haben und sich damit nicht nur im Bezirk, sondern auch burgenlandweit Platz eins teilen. Neben diesen zwei Gemeinden findet sich nur mehr Baumgarten unter den Top Ten des Landes. Am letzten Platz des Bezirksrankings sind Marz und Neudörfl (Siehe Grafik rechts). 2013 Euro Schulden pro Bürger haben sich in der Marzer Gemeinde angehäuft.

Wichtiges Kriterium im Gemeindehaushalt ist die freie Finanzspitze – sie ist der Gradmesser für den finanziellen Spielraum der Kommunen. Und hier zeigt sich ein anderes Bild. Antau hat pro Bürger über 500 Euro zur Verfügung. Am anderen Ende der Skala findet man dagegen Bad Sauerbrunn oder Krensdorf. Nicht einmal 90 Euro pro Gemeindebürger bleiben deren Ortschefs nach Abzug aller laufenden Kosten für Investitionen. Im Bezirksschnitt sind 195 Euro pro Kopf oder 7,6 Millionen Euro absolut die in den Gemeinden zur Verfügung stehen.