Erstellt am 19. November 2014, 07:27

von Christopher Ivanschitz

Nach BVZ-Bericht: ÖBB reagiert. Wie berichtet, wurde der Unmut über die vollen Züge immer größer – nun hängte die ÖBB einen zweiten Waggon an.

Freude über Reaktion. Endlich stellt die ÖBB von Bad Sauerbrunn nach Wr. Neustadt zwei Waggons zur Verfügung. Foto: Michael Sailer  |  NOEN, Michael Sailer

Im Kurort Bad Sauerbrunn ist rund um die ÖBB vorerst wieder Frieden eingekehrt. Da die Personenwaggons komplett überfüllt waren und einige Kinder deswegen von ihren Eltern zur Schule gebracht werden mussten, war der Ärger bei den Betroffenen verständlicherweise groß. Nun hat die Eisenbahngesellschaft reagiert und einen zweiten Waggon zur Verfügung gestellt.

„Sie haben erst wegen der angedrohten Klage gehandelt“

Der Steuerberater und Vater Gernot Engel, ebenfalls betroffen von den unerträglichen Umständen, freute sich zwar über die Reaktionen der ÖBB.

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Engel nimmt sich aber weiterhin kein Blatt vor den Mund und spricht den bitteren Beigeschmack der ganzen Sache an: „Schön, dass sie endlich was gemacht haben, es sollte aber erst gar nicht so weit kommen. Meiner Meinung nach haben sie erst wegen der angedrohten Klage gehandelt.“

Weiters fügt der Bad Sauerbrunner hinzu: „Aufgrund des Familienausgleichsfonds, der in den Lohnnebenkosten versteckt ist, und der jährlichen Kostenbeiträge, in Form von Schülerfahrausweisen, unterliegt die ÖBB einem Kontrahierungszwang und hat ihre Pflichten zu erfüllen. Erst seit letzter Woche kamen sie diesen nach und ich hoffe, dass es auch so bleibt. Anscheinend hat die gute Zusammenarbeit mit der BVZ beziehungsweise mit der NÖN gefruchtet.“

Busprobleme: Auch Wr. Neustädter Stadtwerke reagierten

Ein weiteres Problem stellen die

. Dazu gaben nun die Wiener Neustädter Stadtwerke eine Stellungnahme ab: „Die Beförderung auf dieser Strecke erfolgt im Rahmen der gültigen Rechtslage. Derzeit ist es zulässig, dass Fahrgäste oder Schüler nicht nur auf Sitz-, sondern auch auf Stehplätzen befördert werden.“

Von einer Überfüllung könne, laut der Stadtwerke, also nicht gesprochen werden, da Gelenkbusse eingesetzt werden, die zwar nur 45 Sitze beinhalten, insgesamt jedoch für 150 Personen zugelassen sind und diese Anzahl von Passagieren wohl nie überschritten wird.

„Wir können zwar nicht jedem Schüler einen Sitzplatz bieten, es befinden sich jedoch in der Regel kaum mehr als 80 Personen im Bus und somit sind diese nicht überfüllt“, ergänzte man von Seiten der Buslinie.

Die Tatsache, dass Kinder stehen müssen und somit, wie bereits in der Vorwoche berichtet, gefährlichen Situationen ausgesetzt sind, bleibt weiterhin unbefriedigend.

Die BVZ hatte in den vergangenen Wochen berichtet: