Erstellt am 31. August 2016, 11:27

von Michael Kremser

Zwischenbilanz: Minus bei Tourismus. Leichter Rückgang an Nächtigungen im Bezirk – Pöttsching und Schattendorf prozentuell top, Forchtenstein flop.

Quelle: Statstik Burgenland; Foto: Billion Photos/shutterstock; Grafik: Bischof

Rechtzeitig zum Ende der Sommerferien gab die Statistik Burgenland die aktuellen Ankunfts- und Übernächtigungszahlen in den Tourismusregionen im ersten Halbjahr inklusive der Veränderungen zum selben Zeitraum im Vorjahr bekannt (siehe Grafik).

Die Tourismusregion Rosalia verzeichnet dabei ein leichtes Minus von -3,1% bei den Ankünften und -2,1% bei den Nächtigungen – immerhin gesamt noch über 100.000 Nächtigungen, wobei über Zweidrittel davon auf die Kurgemeinde Bad Sauerbrunn entfallen, die dennoch ein Minus von -3,6% zu verzeichnen hat. Rosalia-Tourismusobmann Alfred Bandat, wollte noch keine Stellungnahme dazu abgeben, da er „die Zahlen selbst erst prüfen muss“.

Signifikant groß ist das Minus bei den Nächtigungen in der Gemeinde Forchtenstein – mit immerhin knapp 40%. SPÖ-Ortschefin Riki Reismüller erklärt sich dies so: „Wir haben nur mehr eine Übernächtigungsmöglichkeit in Forchtenstein, das Gasthaus Daskalakis-Sauerzapf. Das Wirtepaar ist aber unter der Woche in Wien beschäftigt, das Gasthaus hat nur am Wochenende offen. Da bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten zum Nächtigen.“

Der Mobilheimplatz am Stausee wird laut Reismüller nicht in die Statistik miteinbezogen. Auffallend ist auch das über 50%-ige Nächtigungsplus in den Gemeinden Schattendorf und Pöttsching. Schattensdorf SPÖ-Bürgermeister Johann Lotter führt dies auf die gestiegene Anzahl an Radtouristen zurück, die von der Marktgemeinde aus „ihre Touren rund um die Rosalia bis hin zum Neusiedlersee starten“. Pöttschings Ortschef, SPÖ-Bürgermeister Herbert Gelbmann, zeigte sich auf BVZ-Anfrage zunächst selbst ob des Ergebnisses verwundert. „Eine mögliche Erklärung ist die Kanalsanierung in der Lichtenwörthergasse, da kamen viele Arbeiter von außerhalb“, so Gelbmann.