Erstellt am 15. Juni 2015, 15:03

Klage gegen Helene Fischer: Gericht prüft Zuständigkeit. Am kommenden Montag geht der Zivilprozess, den ein burgenländischer Fan von Helene Fischer gegen den Schlagerstar angestrengt hat, in eine neue, womöglich letzte Runde.

Der 62-jährige Bad Sauerbrunner Heimo Eitel fühlt sich diskriminiert und fordert Schadensersatz sowie Schmerzensgeld.  |  NOEN, Bettina Eder
Thema der Verhandlung ist die Frage, ob das Bezirksgericht Mattersburg in der Angelegenheit zuständig ist, teilte das Landesgericht Eisenstadt am Montag mit. Sollte die Beurteilung negativ ausfallen, würde die Klage zurückgewiesen.

Zur Verhandlung in Mattersburg sind deshalb keine Zeugen geladen, sondern nur die Rechtsvertreter der Streitparteien.

Der Burgenländer Heimo Eitel, der an ALS (Amyotropher Lateralsklerose) leidet, hatte die Schlagersängerin geklagt, weil er sich bei einer Begegnung am Rande eines Konzertes in Mörbisch im Juli des Vorjahres von ihr als Behinderter diskriminiert gefühlt habe.

Pensionist klagt auf 11.600 Euro

Beim Prozessauftakt, der unter großem Medieninteresse am 9. März stattfand, kam kein Vergleich zustande.

In der Klage machte der Pensionist 2.000 Euro für die erlittene Diskriminierung und 9.600 Euro für psychische und physische Schmerzen geltend und argumentierte, sein Gesundheitszustand habe sich nach dem Vorfall in Mörbisch verschlechtert. Die Sängerin hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und erklärt, es liege ihr fern, jemand "in irgendeiner Weise zu diskriminieren".

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