Erstellt am 25. Juli 2012, 00:00

Bleibe für Familie in Not. BRAND IN MATTERSBURG / Eine Unterkunft in Oberwart wurde gefunden. Verärgerter Vermieter: 5000 Euro an Miete offen.

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VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / In Not geraten war eine fünfköpfige Familie in Mattersburg. Die Wohnung in der Michael Kochstraße war abgebrannt und nicht benützbar (die BVZ berichtete in der Vorwoche). Für die Familie - es sind dies Helmut Zeilinger, dessen Ehefrau, deren Kind sowie die Tochter der Frau und das Enkelkind (dieses ist chronisch krank) – wurde nun eine Lösung gefunden. „Man hat ihnen angeboten, dass sie im Sozialheim in Oberwart unterkommen können“, berichtet Gerlinde Stern-Pauer, Pressesprecherin von Gesundheitslandesrat Peter Rezar. Ob diese Möglichkeit in Anspruch genommen wird, ist noch offen. „Wir wollen im Raum Mattersburg bleiben und haben eine Unterkunft bei einem privaten Vermieter in Aussicht. Fix ist jedoch noch nichts“, so Helmut Zeilinger.

5000 Euro  Mietschulden

Warum die Familie wirklich in Not geraten war, ist eine andere Sache, wie der Eigentümer und Vermieter der Wohnung (Name der Redaktion bekannt) zu berichten weiß. „Seit zehn Jahren gibt es den Mietvertrag mit Familie Zeilinger. Am Anfang hat alles gut geklappt. Im Laufe der Zeit gab es mit der Zahlungsmoral Schwierigkeiten. Nach angedrohten Kündigungen wurde dann sporadisch gezahlt. Aktuell sind 5000 Euro an Miete offen.“ Der Mieter hat sich schlussendlich auf einen Kompromiss eingelassen. Der Vertrag wird aufgelassen, die Mieter können die Räumung des Inventars (das meiste davon ist infolge des Brandes nicht mehr brauchbar) schrittweise vollziehen.

Nicht nur aufgrund der hohen Mietschulden ist die Wohnung ein hohes Minusgeschäft für den Vermieter. Keiner der Mieter geht einer Arbeit nach - eine gerichtliche Einforderung des ausständigen Geldes hat somit nicht viel Chancen. Und auch die Kosten für die Renovierung ist nicht abgedeckt. „Ich habe immer wieder urgiert, dass sie die Wohnung versichern sollen, was leider nicht geschehen ist.“