Erstellt am 28. August 2014, 12:52

Burgenländer wirft Schlagerstar Fischer Mobbing vor. Mit Mobbing-Vorwürfen des 62-jährigen burgenländischen Fans Heimo Eitel sieht sich Schlagerstar Helene Fischer konfrontiert.

Der 62-Jährige Heimo Eitel wirft dem deutschen Schlagerstar Helene Fischer Mobbing vor. Hier Eitel auf einem undatierten Archivbild.  |  NOEN, PRIVAT (APA)
Eitel wollte mit einer Gruppe von Menschen mit Handicap die deutsche Sängerin im Juli in Mörbisch vor einem Konzert treffen. Doch Fischer soll "einen großen Bogen" um die Fans gemacht und sie ausgelacht haben, bestätigte Eitel auf Anfrage.

Ergebnisloses Schlichtungsgespräch in Eisenstadt

Der 62-jährige Bad Sauerbrunner, der selbst an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose, Anm.) erkrankt ist, strengte deshalb ein Schlichtungsverfahren beim Sozialministerium an. Am Donnerstag fand zwischen Eitel und Fischers Anwalt ein Schlichtungsgespräch in der Landesstelle Eisenstadt statt. Vom Management des Schlagerstars hieß es dazu auf APA-Anfrage: "Da äußern wir uns nicht dazu."

"Es ist nichts herausgekommen", so Eitel nach dem Gespräch: "Der Anwalt (von Fischer, Anm.) sagt, sie bestreitet, dass sie da gegrinst hat und um uns einen Bogen gemacht hat." Er wolle nun, dass ihn Fischer bis Freitagabend anruft, um sich zu entschuldigen und fügte hinzu: "Wenn sie das nicht macht, geht die Sache am Montag zum Landesgericht."

UPDATE – Fischer: "Diskriminierung liegt mir fern"

Der Schlagerstar selbst erklärte in der Freitagsausgabe der deutschen "Bild"-Zeitung: "Die Vorwürfe schockieren mich sehr." Sie wies die Vorhaltungen zurück.

"Es liegt mir fern, jemanden in irgendeiner Weise zu diskriminieren, und ich habe das auch noch nie getan. Ich respektiere und achte prinzipiell jeden Menschen von ganzem Herzen. So bin ich erzogen worden und so lebe ich es", so Fischer.

UPDATE: Eitel will Klage gegen Helene Fischer einreichen

Der 62-jährige Burgenländer will in den nächsten Tagen Klage gegen die Sängerin einreichen. Eitels Vorschlag, sie solle bis Freitagabend bei ihm anrufen und sich entschuldigen, ist sie nicht gefolgt, erzählte er der APA.

"Nein, Frau Fischer hat nicht angerufen", so Eitel am Samstag. Er werde den Gang vor Gericht nicht scheuen, meinte er. Zuvor wolle er sich am Montag in einer "Entgegnung" an die Medien richten. Bis die Klage eingereicht wird, werde es noch etwas dauern, "der Montag wird sich (wie zuvor von ihm angekündigt, Anm.) nicht ausgehen." Ein Schlichtungsverfahren am Donnerstag in Eisenstadt endete erfolglos.