Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Burgenländer muss in Kairo vor Militärgericht. PROZESSSTART AM MONTAG / Dem 32-jährigen Inhaftierten aus Bad Sauerbrunn wird illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

BAD SAUERBRUNN / Einem seit mittlerweile vier Monaten in Kairo inhaftierten Bad Sauerbrunner wird am Montag der Prozess gemacht. Verhaftet und inhaftiert wurde er am Flughafen wegen angeblichen Waffenschmuggels. Der Sicherheitsmann führte die Waffen samt Munition für den Begleitdienst auf einem Schiff mit. Die Anklage wurde aber mittlerweile, laut der Mutter, auf ’unerlaubten Besitz von Waffen‘ abgeändert.

„Die Botschaft hat uns geholfen einen Anwalt zu finden, für den wir rund 17.000 Euro zahlen werden müssen. Der Anwalt, den wir zu Anfang kontaktiert hatten, wollte die unverschämte Summe von 130.000 Euro“, so die Mutter. Laut dem neu engagierten Rechtsvertreter schaut die Sache durchaus gut aus, schöpft die Frau neue Hoffnung.

Mutter: „Es schaut gut  für meinen Sohn aus“

„In Ägypten herrscht ja nach wie vor das Chaos, es gibt noch kein richtiges Staatsgefüge. Mein Sohn wird vor ein Militärgericht gestellt. Meine Schwiegertochter wird hinfliegen und beim Prozess anwesend sein“, berichtet die Bad Sauerbrunnerin.

Der 32-jährige Burgenländer hat, laut der Mutter, bereits 17 Kilogramm abgenommen und leidet unter starken Bauchschmerzen. Die Familie schickte über die Botschaft ein Breitbandantibiotikum ins Gefängnis. „Vor zwei Monaten hat die Botschaft auch einen Arzt ihres Vertrauens zu meinem Sohn geschickt, der ihm Blut abgenommen hat. Bis jetzt ist aber der Befund noch immer nicht da. Die Umstände dort sind für westliche Verhältnisse unvorstellbar.“