Erstellt am 24. August 2011, 19:54

Cannabis-Anbau auf der Dachterrasse. Zu gut war offenbar das Klima für einige Hanfpflanzen, die ein Burgenländer auf einer Dachterrasse einer Wohnhausanlage in Sigleß (Bezirk Mattersburg) gezüchtet hat. Denn die Cannabisstauden erreichten laut Polizei eine Höhe bis zu zwei Metern, was auf Dauer nicht verborgen blieb.

Nach einem Hinweis rückten die Ermittler am Montag aus und brachten die "Ernte" ein: Die in 28 Töpfen gezogenen Pflanzen erreichten ein Gewicht von 37,5 Kilogramm, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Mittwoch.

Nach einem Tipp nahmen Beamte des Kriminaldienstes Mattersburg ihre Ermittlungen auf. Die Cannabispflanzen seien von der Straßenseite nicht zu sehen gewesen, so ein Ermittler zur APA. Die sichergestellten Cannabisblüten werden nun getrocknet, erst danach ließe sich der Reinertrag exakt feststellen. Erfahrungsgemäß gehe man dabei von einer Menge von vier bis fünf Kilogramm aus.

Der Besitzer der Cannabisplantage wurde ebenso angezeigt wie ein zweiter Burgenländer, dem die Kriminalisten mehr oder weniger zufällig auf die Spur kamen: Ursprünglich wollten die Beamten am Dienstag in Bad Sauerbrunn beim Römersee wegen einer illegalen Mülldeponie zur Amtshandlung schreiten.

An Ort und Stelle fanden sie jedoch auch Plastikfolien, abgeschnittene Cannabis-Setzlinge und abgeschnittene Stängel. Offenbar hatte hier ebenfalls jemand Überbleibsel vom Cannabisanbau "entsorgt". Im Haus eines 41-Jährigen fanden die Ermittler schließlich etwa 30 Dekagramm Cannabisblüten und zwei Hanfpflanzen, von denen eine bereits abgeschnitten war. Auch diese Funde müssen nun auf ihren Ertrag ausgewertet werden.