Mattersburg

Erstellt am 20. September 2017, 05:19

von Bettina Eder

Experten erkundeten Radfahrinfrastruktur. Internationale Experten erkundeten die Mattersburger Radfahrinfrastruktur um die Nutzung von Rädern im Alltag zu steigern.

Testfahrer. Meredith Glaser (Urban Cycling Institute), Peter Zinggl (Hauptreferat Landesplanung), Ingrid Salamon und Landesrätin Astrid Eisenkopf (v.l.) prüfen Mattersburgs Radwege auf Alltagstauglichkeit.
 
 |  Bettina Eder

„Wir sind das Radfahrbundesland Nummer eins im touristischen Bereich. Wo wir aber noch Bewusstseinsbildung brauchen, ist der Alltag. Da sind 80 Prozent der Wege mit dem Auto unter fünf Kilometer lang“, so Verkehrskoordinator Peter Zwinggl.

Mehr Burgenländer aufs Rad zu bringen, ist derzeit Ziel einiger Maßnahmen, Schirmprojekt sei hier die Erarbeitung eines Masterplans. Das Burgenland sei auch beim EU-Projekt Cyclewalk dabei, das unter der Führung der Uni Amsterdam steht. „Ziel ist es, Wissen zu teilen“, so die Vertreterin der Uni, Meredith Glaser, die mit einer internationalen Gruppe derzeit das Burgenland per Rad erkundet. Glaser betonte, dass es darum gehe, menschliches Verhalten zu ändern. Das sei ein langer Weg.

Masterplan soll erarbeitet werden

Ein wichtiger Punkt, um die Leute aufs Rad zu bringen, seien auch die Parkgebühren: ein in jeder Stadt kontroversiell diskutiertes Thema, wie Glaser zugibt. Glaser dazu: „Aber es gibt Studien über Studien die zeigen, dass Parkgebühren die Menschen dazu bringen zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad in die Innenstadt zu fahren. Und dass Leute, die an Geschäften vorbeigehen, öfter und mehr Geld ausgeben, als jene, die mit dem Auto unterwegs sind.“