Erstellt am 30. April 2015, 05:50

von Richard Vogler

KUZ: Diskussionen reißen nicht ab. Die Bezirks-ÖVP fordert einen Beirat für den Architektenwettbewerb. SPÖ ortet darin Wahlkampftaktik der Volkspartei.

Michael Ulrich (links) und Christian Sagartz (rechts) von der ÖVP.  |  NOEN, Richard Vogler

Die Diskussionen rund um das Mattersburger Kulturzentrum reißen nicht ab. Letzte Woche kritisierte SPÖ-Altbürgermeister Edi Sieber Kulturlandesrat Helmut Bieler, nun reiht sich die Mattersburger Bezirks-ÖVP erneut in die Reihe der Kritiker ein.

Geht es nach ÖVP-Bezirkschef Christian Sagartz und ÖVP-Vize Michael Ulrich, so „liegt der SPÖ an der Einbindung der Interessensgruppen nicht viel“ und fordern einen „ständigen Beirat als Begleitung zum Architektenwettbewerb und aller folgender Schritte. Nur so können in diesen Prozess alle maßgeblichen Akteure – die Bürgerplattform, jetzige und künftige Mieter sowie die politischen Parteien – eingebunden werden.“

x  |  NOEN, Richard Vogler

Bieler ortet darin „Wahlkampftaktik. Wir haben in den vergangenen elf Monaten mehrfach öffentliche Diskussionen, Expertenworkshops und vielfache, konstruktive Arbeitsgespräche mit allen Partnern und Beteiligten gehabt, wo mehrfach auch Sargatz anwesend war. Wir werden auch in Zukunft alle Partner in die weiteren Prozesse einbinden.“

SPÖ-Klubobmann Christian Illedits tönt ins selbe Horn: „Die ÖVP hat alle Beschlüsse mitgetragen. Die SPÖ ist bestrebt, das Projekt so schnell wie möglich voranzutreiben. Und es ist ja auch geplant, dass es schlussendlich eine Jury, die sich aus allen Beteiligten Lagern zusammensetzt, geben wird. Diese wird dann die Entscheidung, welcher Vorschlag umgesetzt wird, fällen.


Infos

  • Ursprünglich war angedacht, das Mattersburger Kulturzentrum abzureißen und ein komplett neues Gebäude zu errichten. Nach Widerstand von Seiten der Bevölkerung (die Unabhängige Plattform „Rettet das KUZ“ sammelte rund 2.000 Unterschriften für den Erhalt des Gebäudes) wurden diese Pläne wieder verworfen. Intention dahinter ist die kulturelle und architektonische Bedeutung (der markante Betonbau) sowie die historische (der Standort in Mattersburg ist das älteste Kulturzentrum des Burgenlandes).

  • In weiterer Folge wurde ein Positionspapier mit Eckpunkten für das „KUZ Neu“ verfasst. Basierend auf dieser Grundlage wurde von einem Architekten eine Studie veranlasst, diese dient als Grundlage für die Ausschreibung des Architektenwettbewerbs.