Erstellt am 25. November 2015, 09:08

von Peter Wagentristl

Debatte um Postings. Die Aussagen des Antauer Bürgermeisters Adalbert Endl zur Flüchtlingssituation sorgen weiter für Gesprächstoff im Netz.

Der Antauer Bürgermeister Adalbert Endl.  |  NOEN, Richard Vogler

Nachdem die Aussagen des Antauer Bürgermeisters Adalbert Endl für reichlich Diskussion im Ort gesorgt hatten, setzt sich die Debatte nun auch auf der Facebook-Seite der BVZ fort. Dort finden sich unter dem Artikel sowohl emotionale Verteidigunsreden, die dem Ortsvorsteher bestärken, als auch Unmutsäußerungen.

BVZ.at hatte berichtet:

Ein User bezieht etwa Stellung und fordert Meinungsfreiheit ein: „Jeder der nicht die Islamisierung Europas befürwortet, sondern kritisch betrachtet, wird wohl noch seine Meinung posten dürfen.“ Und weiter: „80% der Bevölkerung denken so wie unser Herr Bürgermeister.“

Woher diese Statistik kommt, ist nicht nachvollziehbar, auch wenn der Kommentator betont, dass seine Meinung „Fakt und nachrecherchierbar“ sei. Recherchen der BVZ konnten dies keinesfalls bestätigen, auch andere vom User genannte Statistiken lassen sich nicht überprüfen.

Etwa gibt es keine Statistik zur Konfessionsverteilung in österreichischen Gefängnissen, auch wenn behauptet wird, „mindestens 50 Prozent“ der Häftlinge gehöre dem muslimischen Glauben an.

In die Diskussion, die sich nun auch auf der Facebook-Seite der BVZ fortsetzt,  schaltet sich auch ein anderer User mit einem einfachen Bild eines nach unten gestreckten Daumens.

Einzelgespräche wurden geführt

Parteiinterne Reaktionen innerhalb der ÖVP  Vergangene Woche hatte der Landesgeschäftsführer der ÖVP, Christoph Wolf, erklärt, der Antauer Gemeindevorstand sei zurechtgewiesen worden. Es gäbe auch Einzelgespräche, so Wolf.Adalbert Endl selbst wollte die derzeitige Situation gegenüber der BVZ nicht weiter kommentieren. Ähnlich wenig auskunftsfreudig zu den internen Vorgängen zeigt sich auch ÖVP-Bezirkschef Christian Sagartz auf Anfrage. Die Debatte sei intern zu führen.