Erstellt am 24. Juni 2015, 09:50

von Richard Vogler

Die Bevölkerung hilft. Eine Frau unterrichtet die zehn Asylwerber aus freien Stücken. Von den "Mattersburger Kiwis" wurden sie zum Kicken eingeladen und helfen beim Turnier mit.

Beim Kicken. Die Asylwerber mit den Kiwis und Mattersburgern beim Fußballspielen am Rasenplatz in der Schärfsiedlung.  |  NOEN, zVg

Auf Bundesebene gibt es in den letzten Wochen heftige Debatten rund um die Flüchtlingssituation – in der Stadtgemeinde wird vorgelebt, wie Asylwerbern geholfen werden kann.

Zur Vorgeschichte: Die Neudörflerin Maria T. hat bereits schon länger Kontakt mit Flüchtlingen – im Neudörfler Caritasheim brachte sie den Bewohnern immer wieder Essen vorbei. „Es war an der Zeit, dass ich Flüchtlingen selber helfe“, schildert sie ihre Intention. Gesagt, getan – sie mietete ein Haus in der Angergasse und seit rund zwei Monaten sind dort zehn Asylwerber aus Somalia, Afghanistan, Irak und Syrien untergebracht.

Mattersburger wollen helfen

Mittlerweile haben sich bereits einige Mattersburger gemeldet, um den Flüchtlingen zu helfen, sich zu integrieren. „Durch den Artikel in der BVZ sind die Menschen darauf aufmerksam geworden. Es gibt zahlreiche Anrufe von Personen, die helfen wollen“, so Maria T. Eine Schwierigkeit stellt für die Asylwerber zur Zeit noch die Sprachbarriere dar, zumal keiner Deutsch spricht. „Der offizielle Deutschkurs von der Diakonie startet erst. Seit vergangener Woche kommt eine Frau, die aus freien Stücken mit den Flüchtlingen Deutsch lernt“, berichtet Maria T.

Auch Mitglieder des Vereins „Mattersburger Kiwis“ wurden auf die Situation aufmerksam. Der Verein kickt wöchentlich am Rasenplatz in der Mattersburger Schärfstraße und lud die Flüchtlinge zum Kicken am Dienstag dieser Woche ein. Wenige Tage später, am Samstag, steht dann die bereits traditionelle Benefizveranstaltung „Kiwikicken“ in Wiesen am Programm – auch dort werden die Männer dabei sein und bei der Veranstaltung mithelfen.