Erstellt am 14. März 2012, 00:00

Diebstahl in der Kirche. SACHSCHADEN / Aus der Kirche in Bad Sauerbrunn wurde der Spendenbehälter herausgerissen. Schaden höher als Diebesgut.

BAD SAUERBRUNN / Am Mittwoch der Vorwoche stahlen bislang unbekannte Täter aus der Pfarrkirche in Bad Sauerbrunn einen Opferstock samt Inhalt. Dieser war an einem Opferlichtständer angebracht. Sie dürften das zwei Millimeter starke Flacheisen so lange bewegt haben, bis es brach. Entdeckt wurde die Tat von der Mesnerin. Die Gesamtschadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Laut Ortspfarrer Norbert Filipitsch entstand bei der Tat jedoch mehr Schaden, als die Beute wert war. „Die Kassa wird immer am Monatsende geleert, folglich hat sich darin kaum Bargeld befunden. Wenn es 20 Euro waren, dann ist es schon sehr hoch geschätzt“, so Norbert Filipitsch und er fügt hinzu: „Wir haben nun beschlossen, dass keine Kassa mehr hinkommt und der Opferstock nicht mehr neu gemacht wird. Man hat gesehen, dass der Opferstock fachmännisch mit einer Trennscheibe heruntergeschnitten und entfernt worden ist.“

Körbchen statt  neuem Opferstock

Laut dem Pfarrer wird nun nur mehr ein Körbchen für die Opfergaben aufgestellt, das täglich am Abend ausgeleert wird. „Da kommen vielleicht 3 bis 5 Euro zusammen. Wenn jemand die stehlen will, dann ist es nicht so tragisch“, meint Norbert Filipitsch.

Zwar kommt die Versicherung für den Schaden auf, aber laut dem Bad Sauerbrunner Pfarrer war dies bereits der dritte Vorfall in dieser Art in den letzten 10 Jahren.

„Es kam auch die Überlegung auf, ob wir die Kirche weiterhin offen lassen sollen oder nicht. Aber in einem Kurort sollen die Menschen die Möglichkeit haben, in eine Kirche zu gehen und zwar dann, wann sie wollen“, meint Pfarrer Norbert Filipitsch.