Erstellt am 19. Dezember 2012, 00:00

Disput um Polonaise. „Ausgetanzt?“ / Die Idee einer gemeinsamen Polonaise von SJ und JVP wurde verworfen. SJ-Chef befürchtet nun Ausbleiben der Tänzer.

Von Katharina Tschürtz

SIEGGRABEN / Bereits in der vergangenen Ballsaison gab es laut SJ-Obmann und SPÖ-Vizebürgermeister Andreas Gradwohl die Idee im kommenden Jahr eine von der SJ und JVP gemeinsam einstudierte Polonaise zu organisieren. „Bei den letzten Parteibällen, sowohl bei der SPÖ als auch bei der ÖVP, gab es keine Polonaise, da es zum einen schwache Jahrgänge waren und zum anderen, das Interesse nicht mehr so groß war. Aus diesem Grund habe ich bereits voriges Jahr mit dem JVP-Obmann ausgemacht, dass wir eine gemeinsame Polonaise organisieren“, so Vize Andreas Gradwohl.

Nach der letzten Fraktionssitzung der ÖVP sollen diese Pläne jedoch wieder verworfen worden sein. „Ich habe nach der Fraktionssitzung die Info bekommen, dass es keine gemeinsame Polonaise geben wird, da die ÖVP dies alleine schaffen wird“, so Andreas Gradwohl, der hinzufügt: „Prinzipell versucht man alles für die Gemeinde gemeinsam zu machen und plötzlich ist dies aus parteipolitischen Gründen der ÖVP nicht mehr so.“

Gefahr: Beide Parteien wieder keine Polonaise 

Laut dem SPÖ-Politiker besteht die Gefahr, dass beide Jugendparteien nicht genügend Pärchen aufstellen können und es somit auch in dieser Ballsaison keine Polonaise geben wird. Der erste Ball in Sieggraben, der SPÖ-Ball, geht in zirka vier Wochen am Samstag, dem 12. Jänner, über die Bühne. Der Ball der Volkspartei folgt eine Woche später, am 19. Jänner.

„Die SJ hat gemeint, dass wir gemeinsam eine Polonaise machen. Nach der Fraktionssitzung war aber klar, dass die JVP es selbst macht. Wir haben genug Burschen, uns fehlen noch ein paar Mädchen. Es ist egal, wer tanzt, aber wir haben 40 Jahre lang eine Polonaise für unseren eigenen Ball organisiert und werden uns da nicht dreinreden lassen und werden es auch dieses Mal schaffen“, so ÖVP-Parteiobmann Dominikus Werfring.

„Wir haben uns zwar getroffen, aber ausgemacht war nichts. Es gab die Idee, dass wir es gemeinsam probieren, aber ich habe dem SJ-Obmann mitgeteilt, das wir dies erst intern beratschlagen müssen. Wir sind der Meinung, dass es doch besser ist, wenn jeder sein eigenes Ding macht“, so der Sieggrabener JVP-Chef Andreas Bauer.