Erstellt am 05. Mai 2015, 16:55

von APA/Red

Nazikeller-Affäre: Anklage gegen Kellereigentümer. Der Auftritt von fünf Burgenländern, die in der Doku "Im Keller" von Ulrich Seidl feiernd vor einem Hitlerbild und einer Hakenkreuzfahne zu sehen waren, hat für einen von ihnen rechtliche Folgen.

Umstrittene Szene aus Ulrich Seidls Film "Im Keller"  |  NOEN, (STADTKINO FILMVERLEIH)

Der Eigentümer des Kellers wurde wegen Verstoßes gegen Paragraf 3g des Verbotsgesetzes angeklagt, bestätigte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Dienstag.

Anklage noch nicht rechtskräftig

Die Anklage sei noch nicht rechtskräftig, hieß es. Die Affäre hatte im vergangenen September, als der Film erschien, für Aufregung gesorgt. Zwei ÖVP-Gemeinderäte, die in der Kellerszene zu sehen waren, legten ihr Mandat zurück und traten aus der Volkspartei aus.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hatte gegen alle fünf Beteiligten Erhebungen wegen Verdachts auf Wiederbetätigung eingeleitet. Im Fall von vier Personen wurde das Verfahren eingestellt, so der Sprecher der Anklagebehörde, Roland Koch.

Einstellungen werden noch geprüft

Die Einstellungen würden nun noch - wie dies üblich sei, wenn eine Tat in den Bereich der Schöffen- oder Geschworenengerichtsbarkeit falle - vom Rechtsschutzbeauftragten des Justizressorts geprüft.