Erstellt am 26. Mai 2016, 05:04

von Helga Ostermayer

Dokumente gefunden. Interessante Schriftstücke aus den Jahren 1913 und 1938 kamen im Zuge der Restaurierung zu Tage.

Interessanter Fund. Baustadtrat Manfred Klug mit Kopien der restaurierten Dokumente zur Dreifaltigkeitssäule.  |  NOEN, H. Ostermayer

Massive Risse im Sockel und im Säulenbereich, die witterungsbedingt aufgetreten waren, machten eine Generalrestaurierung der Dreifaltigkeits- oder Pestsäule am Hauptplatz unumgänglich. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen und die demontierte Säule wird bis Frohnleichnam wieder auf ihrem Platz stehen“, sagt Baustadtrat Manfred Klug über das Denkmal, das Anfang Juli feierlich gesegnet wird.

Im Zuge der Demontage wurden zwei historische Dokumente in einer Metallhülse vorgefunden. Bei den Schriftstücken handelt es sich um ein Dokument aus dem Jahre 1913 und um eines aus dem Jahre 1938. Die Schriftstücke waren stark durchfeuchtet und wurden daher von Stadtrat Manfred Klug geborgen und in das Institut für Papierrestaurierung im Schloss Schönbrunn gebracht. Dort wurden sie von Restaurator Peter Zehetmayer restauriert und konserviert. Aus den gefundenen Dokumenten geht hervor, dass die Säule 1913 saniert und auch 1938 wieder instand gesetzt wurde. „Im Zuge des Wiederaufbaus wurde jetzt eine Box mit Kopien der alten Dokumente sowie ein aktuelles Schriftstück betreffend Sanierung in das Ziegelwerk der Pestsäule eingemauert“, so Stadtrat Klug.

Die Dreifaltigkeitssäule wurde 1714 zum Dank dafür errichtet, dass die Stadt von der Pest verschont blieb — im Gegensatz zu weniger glücklichen Nachbarorten wie Forchtenau, wo es viele Todesopfer zu beklagen gab.