Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

Dürftige Ausbeute des Jugendbeirates. BILANZ / Mehrere Projekte sollten umgesetzt werden. Seit der Gründung vor zwei Jahren gab es lediglich einen Jugendball.

VON RICHARD VOGLER

MATTERSBURG / Der Jugendbeirat ist keine Erfolgsgeschichte. Zunächst gab es heftige Polit-Diskussionen um die Besetzung und die Bilanz der Projekte fällt äußerst dürftig aus. Zur Vorgeschichte: Der Jugendbeirat wurde im November 2008 ins Leben gerufen, sollte aus 25 Mitgliedern bestehen und diverse Projekte ausarbeiten.

Bereits zu Beginn Kritik von  den Oppositionsparteien

Bereits bei der Gründung gab es Kritik von ÖVP, Grünen und FPÖ. Der Grund für die Unstimmigkeiten: Der Jugendbeirat soll überparteilich agieren und die Oppositionsparteien konnten sich nicht mit der Bestellung von SPÖ-Gemeinderätin Doris Handler, die zur „Vorsitzenden ohne Stimmrecht“ bestimmt wurde anfreunden. „Das kann nicht sein. Unser JVP-Obmann Erwin Giefing fordert seit zweieinhalb Jahren, dass eine überparteiliche Plattform gebildet wird, und dann ist eine SPÖ-Gemeinderätin Vorsitzende. Das kann nur ein schlechter Witz sein“, kritisierte Michael Ulrich (nun ÖVP-Vizebürgermeister, damals ÖVP-Stadtparteiobmann). Die Bilanz des Jugendbeirates (pro Jahr stellt die Gemeinde 8.000 Euro zur Verfügung) nach mehr als zwei Jahren fällt mehr als dürftig aus: Lediglich ein Projekt, der Jugendball Anfang 2009, wurde umgesetzt. ÖVP-Vizebürgermeiser Michael Ulrich übt Kritik: „Die SPÖ lässt den Jugendbeirat schön langsam sterben. Das Alterslimit wurde hinunter gesetzt und mit Doris Handler ist eine Ältere die Vorsitzende.“ Doris Handler kontert: „Es haben auch heuer einige Sitzungen stattgefunden. Mehr als die Mitglieder animieren, dass sie kommen, kann ich nicht tun. Dass nichts umgesetzt wurde, liegt daran, dass die Jugendlichen zum Teil mit dem Studium sehr eingedeckt sind. Auch die ÖVP-Mitglieder haben bei den Sitzungen gefehlt. Ulrich soll einmal seine Leute animieren, dass sie kommen.“

ÖVP-Gemeinderat Erwin Giefing hält fest, dass „ich zu wenig Einblick habe. Wenn es stimmt, dass lediglich ein Projekt vergangenes und heuriges Jahr keines vorgesehen war, so hoffe ich, dass dies ein Durchhänger war und sich das im nächsten Jahr ändert.“