Erstellt am 13. Juli 2015, 07:33

von Kristina Veraszto und Mathias Schranz

Empfindliche Strafe droht. Nach einer Anzeige wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung drohen dem Hundebesitzer weitere Strafen von der Gemeinde sowie von Bezirkshauptmannschaft.

Im Bereich dieser Straße wurde Rene Gaida von den Hunden attackiert. Im Krankenhaus musste er an fünf Stellen genäht werden.  |  NOEN, Veraszto

Die Attacke seiner Hunde auf Futsal-Bundesligist Murexin-Allstars-Trainer Rene Gaida zieht jetzt für einen Hundebesitzer Konsequenzen nach sich. Nach einem Lokalaugenschein von Polizei und SPÖ-Bürgermeister Thomas Pollak wurde die Auflage erteilt, das Tor ausbruchssicher zu machen – was auch geschehen ist. Auch die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt hat ein Strafverfahren eingeleitet.

Nach Bezirkshauptmann-Stellvertreter Elmar Seiler sei die Bezirkshauptmannschaft bei Verwaltungsübertretungen gegen das Hundehaltergesetz die zuständige Strafbehörde. Soweit es sich nicht um eine Tat handelt, die in die Zuständigkeit der Gerichte fällt, verhängt die Behörde eine Geldstrafe von 7.000 Euro bei leichten Verstößen und bis zu 10.000 Euro bei schweren Delikten. Zudem wird der Hundebesitzer wegen des Vorfalls auch wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzungen angezeigt.

Rene Gaida war am Abend des 10. Juni auf seiner Laufrunde beim Eggendorfer Tennisplatz vorbei Richtung Fußballplatz unterwegs gewesen. Als er beim Haus des Hundehalters vorbeilief, konnten laut Prem die Hunde durch das hintere Gartentor, dessen Riegel nicht richtig verschlossen war, flüchten und attackierten Gaida.

Hirtenhund von Auto angefahren 

Dieser musste sich laut eigenen Angaben gegen vier Hunde zur Wehr setzen. Der Hundebesitzer besteht auf seine Darstellung, er sei Gaida sofort zu Hilfe gekommen und hätte im selben Moment die Hunde weggesperrt. Einig sind sich beide, dass das Opfer beim Eintreffen des Hundebesitzers bereits verletzt war und stark geblutet hat. Prems Hunde werden als nächster Schritt vom Amtstierarzt untersucht, dabei soll festgestellt werden, ob es sich um so genannte „Listenhunde“ handelt oder nicht, was aufgrund der Rassenmischung nicht einfach sein dürfte.

Vor wenigen Tagen kam es an der B17 zu einem weiteren Zwischenfall. Ein türkischer Hirtenhund entkam aus dem Firmengelände und wurde von einem Auto angefahren – für ihn kam jede Hilfe zu spät. Mit dem Hundebesitzer gab es bereits früher Probleme.