Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Ein Vater in Karenz. NEUE CHANCE / Dietmar Trinkl ergriff als einer der ersten Männer in seiner Firma die Möglichkeit, in Vaterkarenz zu gehen.

Vorreiter. Dietmar Trinkl löste seine Frau ab und kümmert sich in seiner Vaterkarenz liebevoll um den Haushalt und seine Kinder. K.TSCHÜRTZ  |  NOEN
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VON KATHARINA TSCHÜRTZ

LOIPERSBACH / Am kommenden Sonntag ist Vatertag, an dem alle Papis für ihre Verdienste ihrer Familie gegenüber geehrt werden. Ein besonders engagierter Vater ist der 40-jährige Loipersbacher Dietmar Trinkl. Er löste seine Frau ab und ging in Karenz, um sich um seine einjährige Tochter zu kümmern.

„Durch meine Arbeitssituation hatte ich die Entscheidung zu treffen, entweder die Abteilung zu wechseln oder die Chance zu ergreifen in Karenz zu gehen“, verrät der Key-Account-Manager im Logistikbereich der Walterlagerbetriebe und er fügt hinzu: „Ich habe mir gedacht: Wann wenn nicht jetzt? Das ist meine letzte Chance, intensiv Zeit mit der Familie zu verbringen.“

Dietmar Trinkl beschreibt die Vaterkarenz als „krasse Umstellung“ der „Arbeitszeiten“. Besonders wichtig sei dabei die Unterstützung der Familie. „Es ist kein Zuckerschlecken und auf jeden Fall eine verantwortungsvolle Aufgabe“, merkt der Loipersbacher an und er fügt hinzu: „Dabei ist es auch wichtig, sich Zeit für sich selbst und seinen Partner zu nehmen.“ Der liebevolle Vater versucht in seiner hohen Eigenverantwortung für seine Kinder eine gewisse Regelmäßigkeit und Struktur zu finden. „Ich kann es jedem empfehlen, es selbst zu probieren“, so Dietmar Trinkl.