Erstellt am 13. März 2013, 00:00

Ein Vater kämpft um seine drei Kinder. Verzweifelt / Einem Schattendorfer wurde geraten, seine Kinder vorübergehend zu Pflegeeltern zu geben. Nun müssen sie dort bleiben.

Von Richard Vogler

SCHATTENDORF / Ein dreifacher Vater versteht die Welt nicht mehr. „Mir wurde von der BH Mattersburg geraten, dass ich meine Kinder in eine Pflegefamilie gebe, sonst habe ich keine Chance, sie wieder zu bekommen.“ Das wurde von ihm auch gemacht – wie es aussieht, ist jedoch gerade das eingetreten“, berichtet Peter Mayerhofer.

Was war im Vorfeld geschehen? Dem in Schattendorf wohnhaften dreifachen Vater wurde von seinem Vermieter die Kündigung ausgesprochen. „Ich habe mich erkundigt und mir wurde geraten, die Kinder freiwillig in eine Pflegefamilie zu geben. Wenn ich einmal auf der Straße mit den Kindern sitze, hätte ich keine Möglichkeit gehabt, sie wieder zu bekommen.“ Unterstützung fand der Mann dann bei der Pannonischen Tafel und – zunächst – bei der Sozialabteilung der Stadtgemeinde Eisenstadt, nachdem ein Anruf der BVZ Bewegung ins Spiel brachte.

Dem Schattendorfer wurde ein Quartier im Heim einer sportlichen Organisation zur Verfügung gestellt. Seit 28. Februar sind seine Kinder nun bei der Pflegefamilie in Apetlon (Bezirk Neusiedl), dennoch ist der Mann verzweifelt. „Kein einziges Mal habe ich meine Kinder sehen können, diesen Montag habe ich zum ersten Mal mit ihnen telefoniert und bei der Sozialabteilung der Stadtgemeinde Eisenstadt ist mir die Auskunft erteilt worden, dass ich ‚keine Chance habe, die Kinder zu sehen‘, denn sie sollen verwahrlost sein“, so der Mann, der dies nicht zur Kenntnis nehmen will: „Das kann nicht stimmen. Die Kinderpsychologin und die Tagesmutter, die auf die Kinder vor einiger Zeit ab und zu aufgepasst hat, können das belegen. Ich habe in Hirm eine Bleibe gefunden, wo ich in den nächsten Wochen einziehen werde und in den nächsten Wochen werden ich wieder zu arbeiten beginen“, so der Mann, der nicht aufgeben will: „Kann kommen was mag, ich werde auf jeden Fall um meine Kinder kämpfen.“

Abteilungsleiter Walter Hanel, Leiter der Sozialabteilung, wollte zum Fall keine Stellungnahme abgeben: „Dies fällt unter das Amtsverschwiegenheitsgeheimnis.“