Erstellt am 13. Februar 2013, 08:36

Einbruchsserie geklärt. Grenzregion | Die Polizei konnte eine Tätergruppe ausforschen die mehrere Delikte in Schattendorf, Baumgarten und Draßburg verübten.

BEZIRK | Die Einbruchsserie in den Grenzgemeinden soll laut SPÖ nun geklärt sein. „Es handelt sich um Einbrechergruppen, denen insgesamt zehn bis zwölf Personen angehören. Um die 40 Delikte in Draßburg, Baumgarten und Schattendorf werden ihnen vorgeworfen. Weiters waren sie auch in Niederösterreich unterwegs. Sie wurden wegen insgesamt 180 Delikten angezeigt“, so SPÖ-Klubobmann Christian Illedits.
Laut dem SPÖ-Politiker hat eine spezielle Gruppe der Kriminalpolizei vor längerer Zeit eine Tätergruppe aufgegriffen. Die restlichen Mitglieder der Diebesbande wurden vor wenigen Wochen ausgeforscht und vor zwei Wochen angezeigt.

„Bei der Tätergruppe handelt es sich um ungarische Staatsbürger. Die entsprechenden Zuordnungen werden noch gemacht. Aufgrund der Spurensituation, Tatort und -zeitraum ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass sie für die Einbrüche verantwortlich sind. Die Kriminalabteilung ist derzeit noch damit beschäftigt“, heißt es vonseiten des Bezirkspolizeikommandanten Robert Galler.

Ende Sommer/Anfang Herbst stiegen die Anzahl der Einbrüche im Bezirk an. Laut SPÖ gab es allein in Schattendorf Anfang September 24 Einbrüche. Laut Bezirkspolizeikommandant Robert Galler wurde verstärkt patrouilliert. SPÖ-Klubobmann Christian Illedits forderte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner auf, mehr Polizei für den Bezirk Mattersburg zur Verfügung zu stellen.

„Besonders wichtig ist, die Außenpräsenz der Exekutive zu erhöhen. Das von der Landespolizeidirektion gestartete neue Konzept für Fußstreifen in den Gemeinden ist ein sinnvoller erster Ansatz. Wir müssen darüber hinaus aber zusätzliches Personal in den Bezirk bekommen, um unterbesetzte Dienstposten wie Schattendorf oder Neudörfl nachhaltig zu stärken“, so Illedits.

Der SPÖ-Bezirksvorsitzende erneuert daher seine Forderung, dass alle Polizeiinspektionen im Bezirk Mattersburg auf einen Personalstand von mindestens 12 Beamten gebracht werden sollten: „Derzeit müssen fünf von sieben Polizeidienststellen mit weit weniger Personal auskommen. Das reicht einfach nicht aus, um in gemeindeübergreifenden Gebieten mit mehreren tausend Einwohnern einen Rund-um-die-Uhr-Einsatz zu ermöglichen.“ Für den Bürgermeister von Schattendorf steht fest: „Die gute Zusammenarbeit zwischen der Exekutive und der Marktgemeinde Schattendorf hat einiges gebracht. Wir konnten die Bevölkerung sensibilisieren und haben versucht, sie laufend zu informieren. Dies ist vor allem für das Sicherheitsgefühl wichtig. Wir begrüßen jede Maßnahme, die dazu beiträgt wie zum Beispiel die Fußstreife, hoffen aber auf eine Lösung, durch die mehr Polizeipersonal im Bezirk zur Verfügung steht.“