Erstellt am 25. November 2015, 09:10

von Richard Vogler

"Eine Institution ist von uns gegangen". Ein Rückblick auf das Leben des Mattersburger Unikats, das im 72. Lebensjahr verstorben ist.

 |  NOEN, zVg

Der Mattersburger Karl „Charly“ Haider verstarb am Samstag, den 14. November, im 72. Lebensjahr nach kurzem, intensiven Leiden im Krankenhaus Eisenstadt. Das Begräbnis fand vergangenen Samstag in der Mattersburger Pfarrkirche statt und der Andrang, „Charly“ die letzte Ehre zu erweisen, war enorm.

Bei der Traueransprache fand Stadtpfarrer Günther Kroiss treffende Worte zum Mattersburger Unikat: „Eine Institution ist von uns gegangen. Er hat als Mensch die Stadt Mattersburg geprägt.“

„Er hat als Mensch die Stadt Mattersburg geprägt“

Der im Jahre 1944 in Wiesen geborene Haider wuchs in der Mattersburger Wieselberggasse auf. Nach seiner Maurer-Lehre legte er in Wiener Neustadt die Gesellenprüfung ab, war danach zwölf Jahre als Steinmetz bei der Firma Stich in Mattersburg, sowie einige Jahre als Tagespendler in Wien bei einer Baufirma beschäftigt und viele Jahre war er auch als Schulwart in der Mattersburger Hauptschule tätig.

Als Fliesenleger war er stets zur Stelle, wenn er gebraucht wurde und die Leidenschaft für seine violette Austria gab er an seine beiden Söhne Karl-Heinz und Gerald weiter.

Bekannt war er auch als Liebhaber für „heiße Öfen“ – obwohl er erst als Spätberufener, mit 45 Jahren, die Auto- und Motorradführerscheinprüfung absolvierte. Stets einen kessen Spruch auf den Lippen – so wird er den Mattersburgern in Erinnerung bleiben; Sohn Gerald umschreibt seinen Vater folgendermaßen: „Er war immer für alle da. Man hat sich keinen besseren Vater wünschen können. Er hat immer geschaut, dass es seiner Familie gut geht.“