Erstellt am 28. Mai 2014, 09:23

von Michael Kremser

„Eis vom Italiener“. Bauermühle / Vergangenen Donnerstag veranstaltete die Stadtgemeinde Mattersburg eine Vorführung des Spielfilms „Eis vom Italiener“, der in Mattersburg gedreht wurde.

 |  NOEN, Kremser

Der vor mehr als 30 Jahren in Mattersburg gedrehte Film „Eis vom Italiener“ wurde vergangene Woche in der Bauermühle in Mattersburg gezeigt. Der Andrang war so groß, dass gleich zwei Vorführungen organisiert werden mussten, da nicht alle der mehr als 300 Besucher auf einmal in den Veranstaltungssaal der Bauermühle passten.

„Eis vom Italiener“ ist ein Spielfilm aus den 80er Jahren, der das komplizierte Zusammenleben einer Familie, mit einer pubertierenden Tochter und einem arbeitslosen Vater, der kurzerhand beschließt Eisverkäufer zu werden, auf humoristische Weise behandelt.

Viele Mattersburger waren damals als Statisten im Film tätig, so auch Rafaela Strauß, die den Filmabend, gemeinsam mit der Stadtgemeinde Mattersburg organisierte. „Es tut mir gut, wenn ich etwas bewege, das Menschen dazu bringt, sich zusammenzusetzen, zu plaudern und sich auszutauschen. Ich denke, dass das für eine Gemeinschaft innerhalb einer Gemeinde ganz wichtig ist“, so Strauß, die sich selbst in der ein oder anderen Szene des Films bewundern und in Jugenderinnerungen schwelgen konnte. Regisseurin Susanne Zanke wollte ursprünglich bei der Vorführung persönlich anwesend sein, musste allerdings aufgrund einer Kieferoperation kurzfristig absagen. Der Stimmung konnte dies aber nichts abtun, viele Gäste blieben bis weit nach Mitternacht und genossen nach der Vorführung das Gratiseis vom Italiener von „Moni Salettl“.

"Herrlich wieder einmal in die Vergangenheit zu blicken"

Während der Vorführung war von jeder Reihe ein „Oh!“ und „Ah, das war ja ...“ zu hören, wenn sich die Statisten in jungen Jahren wiedererkannten.

Paula Koller, die ehemalige Besitzerin des Cafes, in dem der Dreh stattfand, war ebenfalls bei der Filmvorführung dabei, und erinnerte sich zurück. „Es war damals eine Riesensache in Mattersburg, als der Film gedreht wurde, hunderte Menschen drängten sich um einen Platz als Statist“, so Kolller, die weiter erzählt: „Es war für mich schön, wieder mal zu sehen, wie früher alles aussah, über die Jahre vergisst man das ja. Ich wusste gar nicht mehr, wie heiß der Sommer damals war, bis ich es jetzt im Film wieder sah. Und auch wie die Kaffeehäuser damals dekoriert waren, einfach herrlich wieder einmal in die Vergangenheit zu blicken.“

Romy Cselley, die die Räumlichkeiten später übernahm, war ebenfalls bei der Filmsichtung anwesend und meinte dazu: „Wenn ich vor fünf Jahren den Film gesehen hätte, hätte ich wahrscheinlich auch einen Eissalon, statt dem Cateringunternehmen, aus dem alten Cafe gemacht.“