Erstellt am 11. November 2015, 05:17

von Peter Wagentristl

Ende des Streits in Sicht. Kompromiss im Kindergartenstreit? / In dem nun seit mehreren Monaten zwischen Sigleß und Krensdorf geführten Streit um den Ausbau bahnt sich nun eine Lösung an. SIGLESS/KRENSDORF / Nachdem die Gemeindevertreter bereits seit Monaten verhandelt hatten

 |  NOEN, zVg

Nachdem die Gemeindevertreter bereits seit Monaten verhandelt hatten und auch die Abteilung II des Landes hinzugezogen und die Verhandlung mit Anwälten geführt wurde, scheint der Weg zu einer Einigung nun geebnet zu sein.

Zeichen stehen auf Einigung im Dauerstreit

Lediglich ein letzter Beschluss der Gemeinderäte in Krensdorf und Sigleß für den Ausbau ist noch ausständig. In Krensdorf will Bürgermeister Karl Izmenyi sich derzeit nicht zu den Verhandlungsfortschritten äußern, bevor in der Gemeinde am Donnerstag eine endgültige Entscheidung vorliegt. Sein Sigleßer Amtskollege zeigt sich auskunftsfreudiger, für Bürgermeister Josef Kutrovatz: „Bezüglich der Personalentscheidungen haben wir uns auf eine abwechselnde Besetzung geeinigt. In erster Instanz entscheidet die Stammgemeinde.“ Auch die Möglichkeit und die Konditionen eines Ausstiegs wurden geklärt, so soll die Laufzeit von 66 auf 40 Jahre begrenzt werden.

Ebenso soll der Vertrag, sobald er in Kraft tritt, nur einvernehmlich oder über die Landesschlichtungsstelle und den Präsidenten des Landesgerichts frühzeitig beendet werden können. Ebenso sei im Vertrag ein gemeinsamer Bauausschuss vorgesehen, der den Zubau des Kindergartens organisieren soll. Notwendig wird der Umbau, da die Gruppenzahl im Krensdorfer Kindergarten von zwei auf vier erhöht wird, um das Betreuungsangebot auch für Kinder aus der Partnergemeinde Sigleß sicherzustellen.

„Faire Lösung mit Vorteilen für beide Seiten“

Dementsprechend zufrieden zeigt sich Josef Kutrovatz über die sich anbahnende „faire Lösung mit Vorteilen für beide Seiten,“ etwa der Flexibilisierung durch weniger Schließzeiten und ein erweitertes Angebot in der Kinderbetreuung. Am 12. November soll im Krensdorfer Gemeinderat eine Entscheidung gefunden werden, eine Woche darauf, am 18. November, stimmen dann die Siglesser Gemeindevertreter über eine mögliche Zustimmung zum Konsenspapier ab. In Krensdorf war seitens der Gemeinde niemand bereit, sich zu einem möglichen Verhandlungsabschluss zu äußern. Auch der Abteilung II der Landesregierung als zuständige Bewilligunsstelle sind bisher keine konkreten Anträge vorgelegt worden, eine Einigung sei aber „offensichtlich auf gutem Weg.“